BIEK-Verband veröffentlicht neue Paketmarkt-Studie: Mengenwachstum flacht etwas ab


Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) hat eine neue Ausgabe seiner jährlichen Paketmarkt-Studie veröffentlicht. Das Dokument ist auf dieser Website als PDF erhältlich.

Im BIEK haben sich die großen Wettbewerber von DHL zusammengeschlossen, also vor allem DPD, GLS, Hermes und UPS.

Ein Kernelement der Studie ist eine Abschätzung der Sendungsmengen. Laut BIEK-Studie wurde ein neuer Höchstwert erreicht. In Deutschland wurden 2019 insgesamt 3,65 Milliarden Pakete transportiert. Das sind 3,7 Prozent mehr als 2018. Quelle: BIEK-Meldung.

► In der Paketmarkt-Studie 2018 wurde für 2019 ein Wachstum zwischen 4 bis 4,5 Prozent erwartet. Diese Prognose wurde nicht erreicht.

Im Jahr 2016 stellte der BIEK die Prognose auf, dass 2020 knapp 3,8 Milliarden Sendungen transportiert werden. Das wäre erreichbar, wenn die Mengen von 2019 auf 2020 um rund 4 Prozent steigen.

Bis zum Jahr 2024 geht Dr. Klaus Esser, Autor der aktuellen BIEK-Studie, von einem Wachstum auf bis zu 4,48 Milliarden Sendungen aus. Der jährliche Anstieg wird zwischen 3,6 und 4,2 Prozent vermutet. Der Mengenanstieg flacht im Vergleich zu den Vorjahren etwas ab.

Paketmengen im Zeitverlauf gemäß BIEK-Studien:

  • 2016: 3,16 Mrd. Sendungen (+7,2 %)
  • 2017: 3,35 Mrd. Sendungen (+6,1 %)
  • 2018: 3,52 Mrd. Sendungen (+4,9 %)
  • 2019: 3,65 Mrd. Sendungen (+3,7 %)

Wie welt.de berichtet, soll BIEK-Vorsitzender Marten Bosselmann bei der Vorstellung der Studie gesagt haben, dass die Paketzustellung zukünftig in die Abendstunden verlagert werden könnte. Dann seien mehr Kunden zu Hause anzutreffen.

Allerdings sind das nur Gedankenspiele. 2017 orakelte der BIEK über sogenannte "weiße Paketshops", die mehrere Anbieter in einem Laden vereinen (Paketda berichtete). Das passiert bis heute kaum. Die meisten Paketshops sind exklusiv nur für einen Paketdienst tätig.

Gegen eine Paketzustellung abends spricht auch, dass DHL diesen Service im Mai 2020 abgeschafft hat (Paketda berichtete). Er wurde 2016 eingeführt, konnte sich aber nie richtig durchsetzen. Es gab offensichtlich eine zu geringe Nachfrage seitens der Kunden, die für eine Abendlieferung keinen Aufpreis bezahlen wollten.


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