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DHL stoppt Kartenzahlung direkt beim Zusteller

Symbolbild KI-generiert
DHL ermöglicht endlich Kartenzahlung an der Haustür

Die von DHL am 27. Juli eingeführte Kartenzahlung direkt beim Zusteller ist nicht mehr verfügbar. Nach Angaben des DHL-Kundenservice wurde die Funktion wegen technischer Probleme deaktiviert. Einen neuen Starttermin gibt es derzeit nicht.

Eigentlich wollte DHL die bargeldlose Bezahlung an der Haustür flächendeckend anbieten. Kunden sollten beispielsweise Einfuhrabgaben, Nachnahmebeträge und Nachentgelte für Briefe kontaktlos mit Girocard, Kreditkarte, Smartphone oder Smartwatch bezahlen können.

Doch die Einführung ist offenbar gescheitert. Paketda-Leser Mike aus Lüdenscheid fragte beim DHL-Kundenservice nach, warum die angekündigte Kartenzahlung bei ihm nicht funktioniert. In der Antwort bestätigt DHL technische Schwierigkeiten:

"Die bargeldlose Zahlung sollte im Juli 2026 flächendeckend eingeführt werden. Jedoch kam es zu technischen Problemen. Da diese in Verbindung mit dem Zahlungsdienstleister aufgetreten sind, haben wir uns entschlossen, bis zur Behebung des technischen Fehlers die Funktion der Kartenzahlung zu deaktivieren."

Wann die Kartenzahlung zurückkommt, ist derzeit offen. Laut DHL könne momentan kein Zeitpunkt für die flächendeckende Einführung genannt werden.

Solange das Problem besteht, bleibt bei kostenpflichtigen Sendungen weiterhin nur Bargeld. Kann der geforderte Betrag bei der Zustellung nicht passend bezahlt werden, wird der Zusteller die Sendung zur Abholung in einer Filiale hinterlegen. Dort kann in der Regel auch per Karte bezahlt werden.



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Früherer Bericht: Kartenzahlung direkt beim DHL-Zusteller

So berichtete Paketda im Juli

DHL vereinfacht die Bezahlung an der Haustür und bietet ab dem 27. Juli 2026 Kartenzahlung an. Kunden brauchen dann kein Bargeld mehr, um beispielsweise Einfuhrabgaben zu bezahlen, sondern können mit Girocard oder Kreditkarte direkt beim Zusteller bezahlen.

Die neue Funktion wird in alle Handscanner der Zusteller von Deutsche Post und DHL integriert. Es können also nicht nur Nachnahme-Pakete und Pakete mit Einfuhrabgaben (Zoll) per Karte bezahlt werden, sondern auch Briefe mit Nachporto (Nachentgelt). Die Zahlung erfolgt kontaktlos und ist deshalb auch per Smartphone oder Smartwatch möglich. American Express wird nicht akzeptiert, sondern nur Visa, Mastercard, VPay, Maestro und Girocard.

In einem Eintrag bei Reddit schreibt ein Postmitarbeiter, dass Nachnahme-Pakete nicht per Kreditkarte bezahlt werden können. Eine solche Einschränkung gibt es bereits in Postfilialen und Paketshops. Der Grund dürfte das Rückbuchungsrisiko sein: DHL will verhindern, dass Empfänger ein Nachnahme-Paket per Kreditkarte bezahlen, die Zahlung später widerrufen und DHL auf dem Schaden sitzen bleibt, weil der Nachnahmebetrag zu diesem Zeitpunkt bereits an den Absender ausgezahlt war.

Girocard-Zahlungen für Nachnahmepakete sind möglich, weil Girocard nach erfolgreicher Autorisierung eine Zahlungsgarantie gibt.


Einfacher für Kunden und Zusteller

Bisher mussten Postkunden bei Zahlungen an der Haustür Bargeld bereithalten. Das Kramen nach dem passenden Münzgeld war oft zeitaufwändig, weil Zusteller nicht immer Wechselgeld mitführen.

Durch die Kartenzahlung reduziert sich nun vielleicht ein bekanntes Ärgernis: Pakete mit Einfuhrabgaben werden manchmal ohne echten Zustellversuch direkt in einer Filiale hinterlegt. Hintergrund ist wahrscheinlich, dass Zusteller das umständliche Kassieren vermeiden wollen. Aber wenn die Zahlung künftig komfortabel per Karte funktioniert, könnte die Haustürzustellung wieder attraktiver werden.

Fazit: Die Kartenzahlung direkt beim Zusteller ist eine überfällige Neuerung. Dass Zahlungen an der Haustür bislang nur mit Bargeld möglich waren, wirkte zunehmend aus der Zeit gefallen. Insgesamt scheint das Thema bargeldloses Bezahlen bei DHL lange keine hohe Priorität gehabt zu haben: Auch in Postfilialen und DHL-Paketshops wurde die Kreditkarten-Akzeptanz erst im Jahr 2023 eingeführt (Paketda berichtete).


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