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Hermes-Zettel kleben plötzlich an der Haustür: Ist das so gewollt?

Benachrichtigungs-Ausdruck von Hermes

Einige Paketda-Leser haben berichtet, dass Hermes-Benachrichtigungszettel direkt an Briefkästen, Haustüren oder Klingelanlagen geklebt werden. Hintergrund sind mobile Drucker, mit denen Hermes-Zusteller neuerdings ausgestattet werden (Paketda berichtete). Die Geräte drucken Benachrichtigungen auf selbstklebendem Papier.

Problem: Wenn die Klebezettel direkt auf Oberflächen angebracht werden, können Klebereste zurückbleiben. Empfänger müssen diese dann "abknubbeln", was im besten Fall nur ein paar Sekunden Zeit kostet. Aber bei empfindlichen Türen oder Briefkästen wären im ungünstigsten Fall auch Beschädigungen denkbar.

Paketda hat deshalb bei Hermes nachgefragt, ob dieses Vorgehen vorgesehen ist. Die Antwort des Unternehmens ist eindeutig: Nein, direktes Aufkleben auf Haustüren, Briefkästen oder Klingelanlagen ist grundsätzlich nicht der vorgesehene Ablauf.

Nach Angaben von Hermes gibt es für Zustellerinnen und Zusteller einen klaren Regelprozess. Die mit dem mobilen Drucker erstellte Benachrichtigung soll auf eine dafür vorgesehene blaue Papier-Trägerkarte beziehungsweise Benachrichtigungskarte geklebt werden. Anschließend soll diese Karte in den Briefkasten des Empfängers eingeworfen werden.

Ein direktes Aufkleben auf Briefkästen, Haustüren, Klingelanlagen oder andere Oberflächen sei "grundsätzlich nicht vorgesehen", so Hermes. Das Unternehmen weist allerdings auf ein praktisches Problem hin. Gerade in städtischen Gebieten haben Zusteller nicht immer Zugang zum Hausflur oder zu innenliegenden Briefkästen. Das betrifft vor allem Mehrfamilienhäuser, bei denen die Briefkästen hinter der verschlossenen Haustür liegen.

In solchen Situationen könne es vorkommen, dass Benachrichtigungen außen am Hauseingang, an der Tür oder im Bereich der Klingelanlage angebracht werden, damit der Empfänger trotzdem über den Zustellversuch informiert wird.

Hermes bezeichnet solche Fälle ausdrücklich als Abweichung vom definierten Prozess. Paketempfänger sollen entsprechende Fälle direkt beim Hermes-Kundenservice melden. Das Unternehmen will dann gezielt die zuständigen Servicepartner ansprechen und nachschulen.


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