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Fahrrad versenden mit Hermes: Dieser Umweg funktioniert noch

Screenshot des Buchungsformulars auf myhermes.de

Eigentlich hatte Hermes den Fahrradversand Anfang 2019 eingestellt. Auf der Hermes-Website für den Gepäckversand können Kunden seitdem nur noch gewöhnliche Koffer, Taschen und Rucksäcke buchen. Doch jetzt ist eine spezielle Buchungsseite bekannt geworden, über die plötzlich wieder Fahrräder mit Hermes versendet werden können.

Die spezielle Seite auf myhermes.de wurde eigentlich für den Gepäckservice der Deutschen Bahn eingerichtet.

Der Versand kostet dort 79 Euro pro Fahrrad und Richtung innerhalb Deutschlands (Stand 8/2026). Zugelassen sind Fahrräder ohne Elektromotor mit einer Länge von bis zu 200 Zentimetern und einem Gewicht von maximal 31,5 Kilogramm. Zum Vergleich: 2019 berechnete Hermes 39,99 Euro pro Fahrrad und Richtung.

Besonders komfortabel: Hermes bringt eine Transportverpackung mit, wenn das Fahrrad beim Absender abgeholt wird. Zubehör wie Körbe oder Taschen dürfen allerdings nicht mittransportiert werden. Komplett ausgeschlossen sind E-Bikes, Pedelecs, S-Pedelecs, Tandems, Liegefahrräder und Dreiräder.



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Fahrradversand nur über spezielle Buchungsseite

Es ist erstaunlich, dass der Fahrradversand auf der normalen Hermes-Website nicht angeboten wird, auf der speziellen Unterseite hingegen schon. Eigentlich hatte Hermes die Verbannung von Fahrrädern aus dem Transportnetz mit der schlechten Handhabung begründet sowie einem "immensen Mehraufwand" für die Zusteller. Der Fahrradversand sei ein Nischenphänomen und bündele "vergleichsweise viele Kapazitäten in unseren Logistik-Centern", so Hermes-Pressesprecherin Nicola Perl 2019.

Vielleicht hat die Deutsche Bahn einen Sonderwunsch bei Hermes durchsetzen können, damit Bahnkunden weiterhin Fahrräder versenden können. Was gegen diese Vermutung spricht: Kunden müssen im Buchungsprozess keine Bahnfahrkarte nachweisen.

Hintergrund ist eine Umstellung der Vertragsbeziehungen im Februar 2026 (Paketda berichtete). Früher war die Deutsche Bahn der Vertragspartner von Gepäckservice-Kunden. Seit Februar kommt das Vertragsverhältnis direkt zwischen dem Versender und Hermes zustande. In den Hermes-AGB findet sich keine Vorschrift, wonach Kunden für den Fahrradversand eine gültige DB-Fahrkarte besitzen oder nachweisen müssen.

Ob Hermes diesen Buchungsweg dauerhaft offenhält, bleibt abzuwarten. Aktuell bietet er jedenfalls eine interessante Möglichkeit, ein Fahrrad innerhalb Deutschlands mit Hermes zu verschicken.


Vielen Dank für den Hinweis an @redi_originals


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