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Gepäckversand mit Hermes: Was die Bahn geändert hat

KI generiert
Der Kofferversand mit Hermes bleibt weiter möglich

Die Deutsche Bahn hat ihr Angebot für den Gepäckversand umgestellt. Privatkunden buchen seit Februar 2026 nicht mehr den klassischen DB Gepäckservice, sondern den Hermes Gepäckversand. Die Bahn tritt nur noch als Vermittler auf und nicht mehr als Vertragspartner.

Seit September 1997 kooperierte die Deutsche Bahn beim Gepäckservice mit Hermes. Der Paketdienst holte die Koffer beim Bahnkunden ab und transportierte sie bis zum Reiseziel. Diesen Service bietet Hermes auch in Zukunft an. Kunden buchen den Koffertransport nun aber direkt bei Hermes und nicht mehr bei der Deutschen Bahn.

Früher buchten Bahnreisende den DB Gepäckservice zusammen mit einer Fahrkarte bei der Bahn. Die Deutsche Bahn war Vertragspartner, Hermes führte den Transport aus. Seit der Umstellung vermittelt die Bahn nur noch den Hermes Gepäckversand. Praktisch bedeutet das: Wer einen Koffer über bahn.de/gepaeckservice versenden möchte, wird auf die Hermes-Website verwiesen.

Die Bahn zieht sich also aus der bisherigen Rolle als Vertragspartner zurück. Das kann vor allem bei Transportproblemen wichtig werden. Beim alten DB Gepäckservice galten besondere Haftungsregeln im Zusammenhang mit den europäischen Fahrgastrechten im Bahnverkehr. Beim neuen Hermes Gepäckversand gelten dagegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Hermes.

Beim DB Gepäckservice waren unter anderem Entschädigungen bei verspäteter Auslieferung vorgesehen. Bei Gepäckverlust gab es je nach Nachweis eine Entschädigung bis zu 1.200 Sonderziehungsrechten (knapp 1.500 Euro); ohne Nachweis war eine Pauschalentschädigung von 300 Sonderziehungsrechten vorgesehen (knapp 400 Euro). Beim Hermes Gepäckversand wird dagegen mit einer Haftung bis 1.000 Euro je Gepäckstück geworben, wobei Kunden im Schadensfall Wertnachweise für den Kofferinhalt benötigen (und auch für den Koffer an sich).

Nachtrag: Eine Paketda-Zuschauerin bei YouTube schreibt, dass die früher mögliche Zeitfenster-Abholung ebenfalls gestrichen wurde. Ab sofort müssen Hermes-Kunden von 8 bis 20 Uhr zu Hause warten, weil im Voraus keine ungefähre Uhrzeit für die Abholung mitgeteilt wird.



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DB Gepäckservice bleibt für Reha-Kunden

Ganz verschwunden ist der DB Gepäckservice allerdings nicht. Er bleibt für Reha-Teilnehmer mit sogenanntem Reha-Comfort-Ticket erhalten. Dieses Ticket enthält laut Beförderungsbedingungen einen kostenlosen Versand von zwei Normalgepäckstücken.

Die Bahn hat den DB Gepäckservice also nicht vollständig abgeschafft, sondern aus dem breiten Privatkundengeschäft herausgenommen. Für Reha-Reisen über Versicherungsträger bleibt der Service weiter Bestandteil des Angebots.

Fazit: Hermes war schon bisher der Dienstleister hinter dem DB Gepäckservice und bleibt auch beim neuen Angebot zentral. Die Bahn hat sich jedoch als Vertragspartner weitestgehend zurückgezogen, wodurch sich aus Kundensicht insbesondere die Haftung verschlechtert hat.


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