Der Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) hat einen Facebook-Beitrag vom 19. September 2025 gelöscht, in dem über doppelte Matrixcodes bei Briefmarken mit dem Motiv "Luftpost" berichtet wurde. In dem Beitrag ging es um einen Produktionsfehler bei 110-Cent-Rollenmarken, die von der niederländischen Druckerei Royal Joh. Enschedé hergestellt wurden.
Laut Beitrag seien einige Briefmarken mit identischen Matrixcodes bedruckt worden. Sammler hatten die Duplikate mithilfe der Post-App identifiziert. Der BDPh begründete die Löschung der Informationen bei Facebook mit dem "Schutz der Interessen verschiedener Beteiligter".
Die 1,10 Euro Rollenmarken sind unter shop.deutschepost.de weiterhin erhältlich. Da es sich um eine Dauermarke handelt, wird sie von mehreren Druckereien produziert. Es ist daher gut möglich, dass die aktuell verfügbaren Rollen nicht aus der fehlerhaften Produktion von Royal Joh. Enschedé, sondern von der Bundesdruckerei stammen.
Quelle: philaseiten.de
Verkaufsstopp der Gewittermarken
So berichtete Paketda im August 2021
Die "Deutsche Briefmarken Zeitung" (DBZ) berichtet im Heft 17/2021 von Herstellungsfehlern bei 80-Cent-Matrixcode-Briefmarken mit Gewitterwolken. Die Deutsche Post hat der Zeitung bestätigt, dass die nassklebende Variante der Gewittermarke seit 25.07.2021 nicht mehr verkauft wird. Das gilt für Postfilialen und auch für den Onlineshop der Post.
Ursache ist ein nicht näher benannter "Herstellungsmangel, der auf einen menschlichen Fehler bei einem Druckdienstleister zurückzuführen ist.", so Post-Pressesprecher Alexander Edenhofer zur DBZ. Hersteller der nassklebenden 80-Cent-Gewittermarken ist das Unternehmen Bagel Security-Print aus Mönchengladbach.
Wer vor dem 25.07.2021 nassklebende Gewittermarken gekauft hat, darf sie weiterhin verwenden. Die Herstellungsfehler sollen laut DBZ nur einen kleinen Teil der Auflage betreffen. Insgesamt wurden 3,43 Mio. Briefmarken produziert. Bei eBay werden postfrische 10er-Bögen der Gewittermarke inzwischen für rund 40 Euro verkauft (Stand 10/2025).
Fehler auch beim Digitalen Wandel
Am 4. Februar 2021 startete die Deutsche Post den Verkauf der allerersten Briefmarken mit Matrixcode. Schon wenige Tage später folgte ein interner Hinweis an Postfilialen, mit der Bitte, die Lagerbestände der Briefmarken mit dem Motiv "Digitaler Wandel" auf Druckfehler zu überprüfen. Offenbar sind Marken in Umlauf gelangt, bei denen der Matrixcode komplett fehlte.
So ein Fehler kann passieren, weil die Briefmarken zuerst blanko produziert werden und der Matrixcode in einem separaten Arbeitsschritt aufgedruckt wird. Andererseits ist so ein Fehler unverständlich, weil die Funktionstüchtigkeit jeder einzelner Briefmarke mit einem Testscan überprüft wird - zumindest beim Hersteller Bundesdruckerei ist das so (Paketda berichtete).