Einschreiben mit Rückschein: Empfängerunterschrift nur noch digital


Ab dem 1. Oktober 2022 gibt es Einschreiben Rückschein nur noch digital. Als Absender bekommt man die Empfängerunterschrift nicht mehr im Original zugeschickt. Der altbekannte rosa Rückschein entfällt.

In der Preisbroschüre der Deutschen Post heißt es auf Seite 25 wörtlich:

"Ab dem 01.10.2022 wird der RÜCKSCHEIN National per Brief zugestellt und enthält die digitalisierte Unterschrift des Empfängers sowie ein Sendungsbild. Der Rückschein wird an die auf der Vorderseite der Sendung vermerkte Absenderadresse geschickt."

Bereits im April 2022 kündigte die Post in einem Rundschreiben (Foto unten) gegenüber Filialbetreibern an, dass der rosa Rückschein entfällt. Stattdessen wird die Adresse des Absenders automatisch vom Briefumschlag gelesen und ein Ausdruck der Empfängerunterschrift dorthin geschickt. Der Zustellbeleg wird laut Deutscher Post auch online herunterladbar sein.

Dass es nur noch eine digitale Unterschrift gibt, könnte eventuell aus rechtlicher Sicht einen Unterschied machen. Einschreiben Rückschein galt immer als beweisstarke Versandart, weil der Absender die Empfängerunterschrift im Original auf Papier zugeschickt bekam. Digitale Unterschriften sind hingegen oft krakelig und von schlechterer Qualität als eine Unterschrift mit Kugelschreiber auf Papier.

Absender müssen ab 1. Oktober 2022 darauf achten, dass die Absenderadresse gut lesbar und an korrekter Position auf dem Briefumschlag angegeben ist. Das kann entweder in der Ecke links oben sein oder bei Fensterbriefumschlägen oberhalb der Empfängeradresse (mehr zur Absenderplatzierung hier).

Änderungen bei Einschreiben mit Rückschein


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