Zum 1. Januar 2025 stellt die Deutsche Post den Service "Einschreiben Eigenhändig" aufgrund geringer Kundennachfrage ein. Diese Sendungsart ist besonders sicher, weil sie nur der Empfänger persönlich annehmen darf. Eine Zustellung an Familienangehörige oder Mitbewohner ist nicht erlaubt.
Auf ihrer Website informiert die Deutsche Post über die Einstellung des Services. Ab 2025 werden Einschreiben, die den alten Vermerk "Eigenhändig" tragen, wie gewöhnliche Einschreiben zugestellt - sie dürfen also auch an Haushaltsmitglieder übergeben werden.
Ein Grund für die Abschaffung von Einschreiben Eigenhändig könnte eine Verschlankung operativer Prozesse sein und dadurch Kosteneinsparungen. Neue Zusteller können umso schneller eingearbeitet werden, je weniger verschiedene Versandarten sie lernen müssen.
Vermutlich wurde das eigenhändige Einschreiben nur von wenigen Kunden genutzt. In letzter Zeit hat die Deutsche Post mehrere Nischenservices eingestellt bzw. deren Einstellung angekündigt, beispielsweise den Schlüsselservice und den Nachsendeservice für zahlreiche Sendungsarten.
Alternative zum Einschreiben Eigenhändig
Als Alternative verweist die Deutsche Post auf den Konzernbereich DHL. Kunden wird empfohlen, künftig ein Paket mit Zusatzservice "Persönliche Übergabe" zu verschicken. Hierbei prüft der Zusteller i.d.R. den Ausweis des Empfängers und stellt so sicher, dass die Sendung nicht in fremde Hände gelangt.
Die persönliche Übergabe bietet DHL für 2,01 Euro Aufpreis (brutto) an. Zusammen mit dem Paketporto ergibt sich ein Gesamtpreis von ca. 5 bis 6 Euro. Das entspricht ungefähr dem bisherigen Porto für ein Einschreiben Eigenhändig. Einschreiben Eigenhändig kostet 4,85 Euro Aufpreis zum Briefporto.
Großer Nachteil: Pakete mit persönlicher Übergabe können nur Geschäftskunden verschicken. Für Privatpersonen gibt es keine Alternative. DHL Express bietet für 14,90 Euro zwar die Zustellung gegen Unterschrift an, allerdings sind Haushaltsmitglieder annahmeberechtigt.
Vielen Dank an Paketda-Leser Max für den Hinweis.