Nach mehrjähriger Preisstabilität hat DPD Anfang Mai 2025 das Porto für Privatkunden angehoben. Betroffen sind ausschließlich innerdeutsche Standardpakete. Express- und Auslandssendungen kosten unverändert. Die letzte Preisänderung liegt über zwei Jahre zurück: Im Februar 2023 hatte DPD das Porto für sogenannte Shop2Shop-Pakete überraschend gesenkt (Paketda berichtete).
Die Portoanpassungen unterscheiden sich je nach Einlieferungsart und Paketgröße:
- Abholung an der Absenderadresse: Hier stieg das Porto im Durchschnitt um 4,3 %.
- Einlieferung im Paketshop: Die Preise erhöhten sich durchschnittlich um 7 %. Besonders betroffen ist die Paketklasse L, bei der 1 Euro aufgeschlagen wurde.
- Shop2Shop-Pakete (Einlieferung und Abholung jeweils im Paketshop): Diese Versandart blieb weitgehend stabil. In den Paketklassen M und L gab es keine Preisänderung. Die Klassen XS und S wurden dagegen um 5 bis 6 % teurer.
Angesichts steigender Transport- und Personalkosten ist die Preisanpassung betriebswirtschaftlich nachvollziehbar. Dennoch verliert DPD mit diesem Schritt einen Teil seines bisherigen Preisvorteils gegenüber GLS. Aktuell ist GLS in nahezu allen Paketklassen 20 Cent günstiger als DPD.
Trotz des Preisunterschieds ist eine größere Abwanderung der Kundschaft zu GLS eher unwahrscheinlich. Die Differenz dürfte für viele Nutzer zu gering sein. Allerdings entfällt ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, seitdem DPD und GLS bei Paketshops kooperieren (mehr dazu). Wenn beide Unternehmen die gleichen Annahmestellen haben, spielen Standortvorteile kaum noch eine Rolle bei der Anbieterwahl. Als wesentliche Unterschiede bleiben daher vor allem der Preis und die Liefergeschwindigkeit.
Vielen Dank an die zahlreichen Paketda-Nutzer, die auf die Preiserhöhung bei DPD hingewiesen haben.