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Großkontrolle bei DPD in Bad Bentheim: Fünf Fahrzeuge stillgelegt

© Foto: Polizei
Großkontrolle bei DPD in Bad Bentheim

Am Mittwochmorgen, 11.06.2025, kontrollierten Polizei und Zoll gezielt das DPD-Paketzentrum in Bad Bentheim. Der Einsatz in der Luxemburger Straße 14 war ungewöhnlich fokussiert: Anders als bei typischen Kontrollaktionen, bei denen Lieferwagen aller Paketdienste an großen Verkehrsadern gestoppt werden, richtete sich die Maßnahme ausschließlich gegen dieses Depot.

Laut Polizei war der Grund dafür kein Zufall: Das DPD-Depot Bad Bentheim war in der Vergangenheit bereits mehrfach negativ aufgefallen, sowohl mit technischen Mängeln an Fahrzeugen als auch mit zollrechtlichen Auffälligkeiten der Fahrer. Dass DPD als Depotbetreiber offenbar keine wirksamen Konsequenzen gezogen hat, zeigt sich im Ergebnis der Kontrolle: Von 65 überprüften Lieferfahrzeugen durften fünf nicht weiterfahren, weil ihre Verkehrssicherheit nicht gewährleistet war.

Ein Fahrer stand unter Drogeneinfluss und verfügte über keine gültige Fahrerlaubnis. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet und eine Blutprobe entnommen. Insgesamt wurden 70 Personen überprüft, knapp 30 Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie zwei Strafverfahren eingeleitet.

Die Kontrolle wurde von der Polizeistation Bad Bentheim, der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Osnabrück und der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim durchgeführt. Geprüft wurden neben technischen Mängeln auch Ladungssicherung und Überladung.

Hintergrund
Die Lieferfahrzeuge gehören in der Regel nicht DPD selbst, sondern Subunternehmern. Das schlechte Ergebnis der Kontrolle ist daher nicht automatisch ein direktes Versagen von DPD. Dennoch zeigt die Aktion deutlich, dass DPD die Subunternehmer offenbar unzureichend kontrolliert und geringen Wert auf die Qualitätssicherung im Zustellnetz legt.

Quelle: Polizei


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