DHL akzeptiert nun offiziell Paketkästen von Drittanbietern

Kürzlich verschickte DHL eine Info-E-Mail über anstehende AGB-Änderungen zum 15.11.2020. In der E-Mail wurde angekündigt, dass registrierte DHL-Kunden PIN-Codes für Paketkästen von Drittanbietern hinterlegen können. Der Code wird anschließend im Handscanner des Zustellers angezeigt, um den Paketkasten zu öffnen.

In der E-Mail heißt es wörtlich:

Info von DHL zu Paketkästen von Drittanbietern

In den veröffentlichten, neuen AGB (www.dhl.de/agb-paketempfang) steht von dieser Änderung jedoch nichts. Im Gegenteil: Dort heißt es in Punkt 4.10, dass Paketkästen von Drittanbietern nur beliefert werden, wenn die Kästen "von DHL oder in ihrem Auftrag bzw. mit ihrer Autorisierung vertrieben und unter Angabe der Paketkasten-ID aktiviert wurden".

Dieser AGB-Abschnitt ist veraltet, weil DHL keine Paketkästen mehr vertreibt. Und auch ehemalige Kooperationspartner wie Renz haben den Vertrieb eingestellt. Vermutlich wurde vergessen, die neuen AGB diesbezüglich anzupassen.

In der Praxis kann man wohl davon ausgehen, dass die veraltete Klausel keine Wirkung mehr hat und DHL wie angekündigt fremde Paketkästen beliefern wird, sofern der Empfänger online den Zugangscode hinterlegt. Eine weitere Voraussetzung ist, dass sich der Paketkasten "links oder rechts neben Ihrem Grundstück oder auf dem Grundstück direkt gegenüber" befinden muss.

Kunden berichten regelmäßig, dass Zusteller Paketkästen ignorieren, sofern diese kompliziert zu bedienen sind. Paketda empfiehlt deshalb Paketkästen ohne Elektronik. Kästen mit mechanischem Schloss sind oft leichter zu bedienen. Aber nicht immer, denn manche Hersteller haben Schlösser entwickelt, die einem Knobelspiel gleichen.


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