Das Deutschlandgeschäft der DHL Group ist 2025 deutlich profitabler geworden. Obwohl der Umsatz nur moderat um 3% auf 17,9 Milliarden Euro stieg, legte der operative Gewinn (EBIT) um 25,8% auf 1,03 Milliarden Euro zu.
Damit wächst der Gewinn mehr als achtmal so stark wie der Umsatz. Laut DHL wurde das vor allem durch Preiserhöhungen (u.a. Peak-in-Peak-Zuschlag), steigende Paketmengen und striktes Kostenmanagement erreicht.
Im deutschen Paketgeschäft erzielte DHL 7,68 Milliarden Euro Umsatz, was einem Zuwachs von 10,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Demgegenüber setzte sich der Rückgang im Briefgeschäft fort. Der Umsatz im deutschen Postgeschäft (Briefe) lag 2025 bei 6,68 Milliarden Euro, das entspricht ca. 4,6% weniger als im Vorjahr. Laut DHL konnte die Portohöhung zum 1. Januar 2025 die sinkenden Briefmengen nur teilweise auffangen.
Zustellqualität erfüllt neue gesetzliche Vorgaben
Seit 2025 gelten in Deutschland neue gesetzliche Vorgaben für die Brieflaufzeiten. Danach müssen
- mindestens 95% der Briefe bis zum 3. Werktag
- und 99% bis zum 4. Werktag
zugestellt werden. Nach Angaben von DHL wurden diese Ziele erreicht oder sogar leicht übertroffen. Im Jahresdurchschnitt wurden
- 97% der Briefe bis zum 3. Werktag
- und 99% bis zum vierten Werktag
zugestellt.
Langfristig setzt DHL weiterhin stark auf das Paketgeschäft. Der Konzern sieht einen stabilen Trend zu mehr Onlinebestellungen, auch wenn kurzfristige Schwankungen im Konsumverhalten auftreten können.
Gleichzeitig bleibt der strukturelle Wandel im Briefgeschäft eine zentrale Herausforderung. Klassische Briefe gehen weiter zurück, während warentragende Sendungen im Brief- und Paketnetz zunehmen. Der Anteil der Verbundzustellung wird mit 69% angegeben (Paketda berichtete).