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XXL-Paketlagerturm Tower24

Tower24 in Dortmund
Wer erinnert sich noch an den Tower24? Von 2003 bis etwa 2007 stand dieser Turm mit 300 Paketlagerfächern in Dortmund. Sogar eine Kühlung für Lebensmittel-Lieferungen war eingebaut. Damals eine herausragende Erfindung, die sich in Konkurrenz zur DHL-Packstation jedoch nicht durchsetzen konnte. Packstationen sind zwar deutlich kleiner (nur ca. 100 Fächer), lassen sich dafür aber günstiger herstellen. Außerdem sind Packstationen für Kunden besser erreichbar, eben weil sie aufgrund von Größe und Preis viel dichter aufgestellt werden können als ein Lagerturm.

So funktionierte der Tower24-Prototyp in Dortmund:


Was man im Video nicht sieht: Der Tower24 ragt 7 Meter in die Höhe und hat zusätzlich 4 Meter "Kellergeschoss". Der Turm ist also ins Erdreich eingelassen.

Auf der Messe "Post-Expo 2015" in Paris wurde jetzt ein neuer Paketlager-Tower vorgestellt. Allerdings nicht von deutschen Unternehmen, sondern in einer Kooperation der Unternehmen Cleveron (Estland) und Bell and Howell (USA).

Cleveron PackRobot

Ähnlich wie damals beim Tower24 verfügt der neue PackRobot über eine integrierte Kühlung, 500 Lagerfächer und eine Art automatischen Gabelstapler, der die Pakete im Inneren des Turms in den Lagerfächern verstaut und sie auf Kundenwunsch wieder herausholt.

Weil sich die Technik seit 2003 weiterentwickelt hat, punktet der PackRobot mit Raffinessen: So wird jedes Paket beim Einlegen automatisch gewogen und vermessen, um einen passenden Lagerplatz zu finden. Außerdem werden Fotos vom Paket gemacht, um ggf. Beschädigungen nachzuweisen. Zum Entnehmen eines Pakets genügt es, einen QR-Code vom Smartphone oder einer Smartphone abzuscannen.

Dieses Video erklärt, wie der PackRobot funktioniert:


Die Rechte am Tower24 wurden 2007 nach Irland verkauft, seitdem ward er nicht mehr gesehen. Ob sich der moderne PackRobot in der Praxis besser durchsetzen kann, scheint zumindest in Deutschland zweifelhaft. Die Rahmenbedingungen haben sich hierzulande in den letzten 10 Jahren nicht geändert. DHL hat das Land flächendeckend mit Packstationen versorgt, und Investitionen von mehreren hunderttausend Euro pro einzelnem Paketlagerturm wird sich wohl kein Konkurrent leisten wollen / können. Vermutlich werden Hermes, DPD und GLS ohnehin erstmal abwarten, wie ihr Parcellock-System bei den Kunden ankommt.


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