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PostNL: Zu viele Pakete am Dienstag

© Foto: PostNL
Mitarbeiter von PostNL

Die niederländische Post (PostNL) leidet unter dem typischen Onlineshopping-Verhalten von Verbrauchern: Bestellt wird am Wochenende, und die Lieferungen erfolgen meist am Dienstag. Das Paketvolumen sei an manchen Dienstagen doppelt so hoch wie an anderen Wochentagen. Diese Peakbelastung sorgt laut PostNL für Effizienzeinbußen, weil dienstags Straßen und Städte verstopft sind, "die Menschen außer Haus und der Personaldruck am höchsten" sind.

Stephan van den Eijnden, E-Commerce-Direktor bei PostNL, will deshalb die Gewohnheiten der Niederländer "aufbrechen" und schlägt die Einführung einer Best-Day-Lieferung vor. Kunden sollen sich einen Wochentag aussuchen, an dem sie ihre Pakete empfangen möchten. Dazu van den Eijnden:

"Denken Sie an Homeoffice-Tage oder Zeiten, in denen die Menschen häufiger zu Hause sind, wie Mittwoch oder Freitag. Oder an einen PostNL-Paketshop oder eine Paketstation in der Nähe Ihrer Arbeit oder Schule. Indem wir das Bestellverhalten entsprechend anpassen, können wir effizienter und kundenorientierter arbeiten."

Eine weitere Idee ist ein Keine-Eile-Button, den Verkäufer in ihre Onlineshops integrieren könnten. Klickt ein Kunde auf diese Schaltfläche, gibt er PostNL damit die Erlaubnis für eine langsamere Lieferung. Amazon bietet den "Versand ohne Eile" in Deutschland zu Spitzenzeiten wie Prime Days an. Kunden erhalten 1% Rabatt, wenn sie die Ware nicht sofort benötigen.

Ein anderer Vorschlag von PostNL ist, dass Onlineshops generell längere Lieferzeiten ausweisen und "morgen geliefert" nicht mehr als Standard angeboten werde. Laut PostNL hätten fast die Hälfte der Kunden Verständnis für eine langsamere Lieferung, wenn man ihnen die Hintergründe der Maßnahme erkläre.

Die Finanzlage von PostNL ist sehr angespannt (Paketda berichtete). Das Unternehmen wünscht sich deshalb, dass Onlineshops, Verkaufsplattformen, Fulfillment-Dienstleister und Paketdienste "gemeinsam Verantwortung" übernehmen, um ein zukunftssicheres E-Commerce-Modell für die Niederlande zu entwickeln. Anderenfalls bestünde die Gefahr, dass PostNL notwendige Investitionen nicht mehr tätigen könne.

Quelle: www.postnl.nl


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