Amazon: Zoll überprüft Mitarbeiter von Subunternehmen / So wird im Verteilzentrum gearbeitet


Mehrere Medien wie z.B. www.shz.de berichten von einer großen Zollkontrolle am 17.8.2021 bei Amazon in Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein).

110 Zöllner sowie Bundespolizisten und Mitarbeiter der Ausländerbehörde sollen im Einsatz gewesen sein, um die Amazon-Mitarbeiter nach ihrer Ankunft auf dem Betriebsgelände zu überprüfen.

Eine Sprecherin des Hauptzollamts Kiel erklärte, dass Amazon nicht das direkte Ziel der Kontrolle sei. Es gehe um Lagermitarbeiter, die bei Subunternehmen beschäftigt sind. Nicht kontrolliert wurden Auslieferungsfahrer.

Überprüft wurden die Ausweispapiere der Mitarbeiter, die Einhaltung des Mindestlohns, ob Schwarzarbeit vorliegt und ob die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Teilweise hätten sich "Verdachtsmoment erhärtet". Genaueres wurde vorerst nicht bekanntgegeben, weil die Auswertung sehr aufwändig sei.



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So wird in einem Amazon-Verteilzentrum gearbeitet

Die Zeitung Mainpost durfte Lokalpolitiker bei der Besichtigung eines Amazon-Verteilzentrums im Gewerbepark Oerlenbach / Poppenhausen (Bayern) begleiten.

Die ca. 100 Lagermitarbeiter des Verteilzentrums seien bei einer eigenständigen GmbH unter dem Amazon-Dach angestellt. Hinzu kommen ca. 200 Zusteller/innen von 6 Subunternehmen.

Die Fahrer erhalten vorgepackte Taschen, in denen die Pakete nach Auslieferreihenfolge vorsortiert sind. Dadurch können Lieferwagen in 15-20 Minuten beladen werden (Paketda berichtete).

Das Befüllen der Taschen erfolgt mit Unterstützung eines "Stow by light"-Systems. An den Lagerregalen befinden sich kleine Leuchten. Es leuchtet automatisch jene Lampe auf, an deren Stelle das Paket liegt, welches in die Tasche einsortiert werden soll.

Die Taschen haben unterschiedliche Farben. Die jeweilige Farbe wird dem Zusteller in der Ausliefer-App angezeigt, damit er das Paket am Zielort schnell findet.


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