Ein Paketda-Leser aus Rheinland-Pfalz staunte nicht schlecht, als ihm vor wenigen Tagen ein Geschirrspüler direkt von Amazon Logistics geliefert wurde. Bisher war Amazon Logistics hauptsächlich für die Zustellung kleinerer Pakete bekannt, während größere und sperrigere Sendungen an etablierte Paketdienste wie DHL, DPD oder spezialisierte Speditionen übergeben wurden.
Der Geschirrspüler des Kunden wurde nicht von einem gewöhnlichen Amazon-Kurier, sondern von einem größeren Fahrzeug mit Hebebühne geliefert (3,5 oder 7,5-Tonner).
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Amazon seine Logistiksparte erweitert und Großgeräte verstärkt selbst ausliefern will, um sich von externen Dienstleistern zu lösen. Die dafür notwendige Infrastruktur wurde oder wird offenbar gerade aufgebaut. Eventuell handelt es sich auch nur um einen zeitlich und räumlich begrenzten Test.
Auffällig ist, dass die Lieferung von nur einem einzelnen Zusteller mit Sackkarre durchgeführt wurde, statt von einem Zwei-Personen-Team, wie es z.B. beim Hermes-Einrichtungsservice üblich ist.
Der Paketda-Leser machte zudem die Beobachtung, dass im Fahrzeug ausreichend Platz zur Mitnahme eines Altgeräts gewesen wäre und Altgeräte anderer Kunden geladen waren. Die Altgeräte-Mitnahme wurde im Amazon-Bestellprozess angeboten, vom Kunden aber nicht gebucht, weil sich dadurch der Liefertermin um einige Tage nach hinten verschoben hätte.
In den Kommentaren am Seitenende schreibt ein Nutzer, dass die Großgeräte-Lieferung als "Amazon Extra Large" (AMXL) bezeichnet wird. In diese Kategorie fallen Produkte, die mehr als 15 kg wiegen und/oder länger als 120 cm sind.
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