Dresden: Gefahrgut im Paketshop
Am 31. Mai 2024 sorgte ein auslaufendes Paket für einen größeren Einsatz der Feuerwehr im Einkaufszentrum "Dresden Karree". Mitarbeiter eines Paketshops meldeten eine austretende Flüssigkeit, die bei einer 60-jährigen Mitarbeiterin Augenreizungen verursachte. Feuerwehr und Polizei evakuierten daraufhin das gesamte Einkaufszentrum.
Feuerwehrleute in ABC-Schutzanzügen brachten das Paket ins Freie und entnahmen eine Probe der Flüssigkeit. Es handelte sich um Kunststoff, der unter anderem zur Abdichtung von Dächern eingesetzt wird.
Die Polizei ermittelte den Absender des Pakets und beorderte ihn zum Einkaufszentrum. Mit Pech muss er die Einsatzkosten tragen, sofern die reizende Flüssigkeit als Gefahrgut gilt. Laut DHL-AGB haften Absender für Schäden, die "aus der Versendung von Verbotsgütern" entstehen.
Quelle: Feuerwehr Dresden
Mobile Paketstation in Stuttgart
Eine auf einem Lastenrad montierte Paketstation wird ab ungefähr Juli 2024 sechs Monate lang in Stuttgart getestet. GreenPickUp heißt das Forschungsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation zusammen mit einem Konsortium aus Universitäten und Unternehmen.
Die mobile Paketstation soll im Tagesverlauf an verschiedenen Orten in Stuttgart geparkt werden, so dass sich Empfänger in der Umgebung dort ihre Pakete abholen können. Bei der Routenführung ist KI im Spiel.
Aufgrund der wechselnden Standorte werden Zusteller vermutlich keine Pakete direkt in die Paketstation einlegen. Wahrscheinlich erfolgt die Anlieferung an eine zentrale Depotanschrift, und Mitarbeiter des Projektteams sorgen für die Bestückung der Station.
Mehr Infos: iao.fraunhofer.de | Youtube-Video: Bau des Lastenrads
Amazon Freight bietet Stückgut an
Amazon Freight (freight.amazon.de) baut seinen Service im Speditionsgeschäft aus. Bislang konnten deutsche Kunden nur LKW-Komplettladungen bei Amazon Freight buchen. Jetzt wird das Angebot auf Teilladungen ausgeweitet, wie aus einer E-Mail hervorgeht, die Amazon Freight an einen Paketda-Leser geschickt hat.
Versender, deren Waren keinen kompletten LKW ausfüllen, können nun "Less than Truckload" (LTL) buchen und bezahlen lediglich den Platz, den die Ware bzw. die Paletten im LKW beansprucht. LTL ist langsamer als Komplettladungen, weil der LKW nicht auf direktem Weg zum Zielort fährt.
Im Amazon-Blog heißt es, dass Händler dank Amazon Freight besonders schnell Waren an Amazon-Logistikzentren versenden können.
