Alterssichtprüfung bei Internetmarke nicht mehr verfügbar

Die Alterssichtprüfung beim Briefversand durch die Deutsche Post wurde zum 1. März 2019 eingestellt. (Quelle) Die nachfolgenden Informationen in diesem Artikel sind veraltet und nicht mehr gültig.

Der Service Alterssichtprüfung steht nur noch bei DHL-Paketen zur Verfügung.




Die Deutsche Post ermöglichte ab Sommer 2018 die Buchung des Zusatzservice "Alterssichtprüfung" über die Internetmarke. Bis dato waren für die Alterssichtprüfung separate Aufkleber notwendig.

Wird die Alterssichtprüfung zusammen mit einer Internetmarke gekauft, ist kein Zusatzaufkleber notwendig. Der Service wird unter anderem durch den Buchstaben "A" direkt auf der Internetmarke gekennzeichnet (siehe Abbildung). Die Alterssichtprüfung ist für nationale Briefsendungen, Warensendungen und Büchersendungen buchbar. Ausgenommen Postkarten.

Der Service kann in den Varianten "16 Jahre" und "18 Jahre" beauftragt werden. Beide kosten jeweils 1,73 Euro Aufpreis. Der Zusteller prüft beim Empfänger, ob dieser 16 bzw. 18 Jahre alt ist. Bei augenscheinlich älteren Empfängern erfolgt keine Ausweiskontrolle. Kann der Zusteller durch Augenschein nicht genau feststellen, ob der Empfänger mindestens 16 bzw. 18 Jahre alt ist, lässt er sich den Ausweis zeigen.

Auf der Website "Moderne Postgeschichte" hat Journalist Jürgen Olschimke die Alterssichtprüfung im Jahr 2017 getestet. Er veröffentlichte dort auch Belege über interne Anweisungen an die Postzsuteller. Demnach können Sendungen mit Alterssichtprüfung offenbar auch an Mitglieder des gleichen Haushalts zugestellt werden, sofern der Originalempfänger nicht anwesend ist und sofern das Haushaltsmitglied das geforderte Mindestalter hat.

Der Zusteller vermerkt den Namen des Empfängers auf einem Auslieferbeleg. Wahrscheinlich erscheint dieser Auslieferungsbeleg später als Fotoscan in der Sendungsverfolgung der Deutschen Post. Im Service Alterssichtprüfung ist eine Sendungsverfolgung automatisch enthalten.

Merkwürdig: Auf der Produkt-Erklärseite unter deutschepost.de befindet sich ein Sternchentext, wonach Sendungen mit Alterssichtprüfung "nur Rechnungen und andere warenbegleitende Unterlagen beigefügt werden" dürfen.

Adressierte schriftliche Mitteilungen seien nicht erlaubt. Wahrscheinlich bezieht sich der Sternchentext auf die Versandarten Warensendung und Büchersendung mit reduziertem Porto. Bei normalen Briefsendungen, bei denen der Absender das volle Porto bezahlt, wäre so eine Vorgabe unschlüssig und wohl auch unzulässig.


Vielen Dank an unseren Leser Jonas Engelhardt für den Hinweis.


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