Kunden der niederländischen Post (PostNL) können ab sofort direkt ihren Zusteller kontaktieren, falls ein Paket nicht auffindbar ist. Der Service bezieht sich auf Pakete, die online als zugestellt gelten, vom Empfänger aber vermisst werden.
So funktioniert es: Der Kunde reicht eine Reklamation über den PostNL-Chatbot ein. Die Anfrage wird daraufhin an den Handscanner des Zustellers übertragen. Der Zusteller tippt seine Antwort ein, die dem Kunden per E-Mail zugeschickt wird.
Der direkte Kontakt zwischen Kunde und Zusteller soll dafür sorgen, dass die Erinnerung an das zugestellte Pakete noch frisch ist. Der ansonsten übliche, zeitintensive Umweg über den PostNL-Kundenservice wird vermieden. Allerdings gilt das nur am Tag der Zustellung und solange der Zusteller im Dienst ist. Reklamiert ein Kunde zu spät, ist kein Direktkontakt mehr möglich, und der Fall wird vom Kundenservice klassisch bearbeitet.
PostNL setzt bewusst auf Chatbot und E-Mail als Kommunikationswege. Die Telefonnummer des Zustellers erhalten Kunden nicht. Dadurch soll vermieden werden, dass Zusteller in unpassenden Momenten angerufen werden oder mit Anrufen überflutet werden.
Quelle: postnl.nl
DHL-Zusteller anrufen: In Österreich geht das schon
So berichtete Paketda im Mai 2017
Auf dhlpaket.at wird ein neuer Service namens "DHL Zusteller Direkt" beworben. DHL-Kunden in Österreich können ihren Paketzusteller unterwegs anrufen, um einen zweiten Zustellversuch zu arrangieren.
Laut Werbetext kann ein verpasstes Paket "oft noch am selben Tag" erneut geliefert werden. Der Kunde findet die Handynummer seines Paketboten auf der Benachrichtigungskarte.
Von einem solchen Service träumen sicherlich auch viele Kunden in Deutschland. Hierzulande ist es nahezu unmöglich, einen Paketboten unterwegs anzurufen. Nur wer als Kunde ein besonders gutes Verhältnis zu seinem Paketzusteller pflegt, bekommt vielleicht eines Tages dessen Handynummer.
So bewirbt DHL in Österreich die direkte Kontaktmöglichkeit zum Zusteller:
