Sendungsverfolgung Menü

Große Zollkontrolle an Flughäfen: Auslandspakete im Fokus


Vom 2. bis 4. September 2024 führte der deutsche Zoll an den Frachtflughäfen Frankfurt am Main, Köln/Bonn und Leipzig/Halle gezielte Schwerpunktkontrollen im internationalen Paketverkehr durch. Das Ergebnis: Nur 38% der rund 2.400 überprüften Sendungen konnten sofort freigegeben werden. Bei den restlichen 62% der Pakete gibt es noch offene Fragen - häufig geht es um mögliche Fälschungen oder fehlende Sicherheitsstandards.

Im Visier standen vor allem Bestellungen aus Ländern außerhalb der EU, die über große Online-Plattformen getätigt werden (z.B. Temu, Shein, Aliexpress). Besonders Produkte wie T-Shirts, Schuhe und Taschen wurden intensiv überprüft. Ziel war es, Verbraucher vor gefälschten oder unsicheren Waren zu schützen und sicherzustellen, dass die Einfuhrabgaben korrekt berechnet werden.

Die Kontrollen zogen einen riesigen Arbeitsaufwand nach sich, da in vielen Fällen Experten erst noch entscheiden müssen, ob es sich um gefälschte Markenprodukte oder unsichere Artikel handelt. "Das Ergebnis auch dieser Schwerpunktkontrolle zeigt, dass wir die Herausforderungen des grenzüberschreitenden Online-Handels nur gemeinsam mit den vor Ort zuständigen Behörden bewältigen können.", erklärte Prof. Dr. Luise Hölscher, Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen.

Bei der Kontrollaktion wurden 2.390 Pakete aus dem Warenstrom herausgefischt, weil eine Risikoanalyse Hinweise auf Fälschungen, mangelhafte Qualität oder unvollständige Angaben zum Warenwert ergab. In 906 Fällen, also etwa 38%, konnten die Verdachtsmomente ausgeräumt werden, und die Pakete wurden sofort freigegeben. Bei sieben Sendungen hat sich der Verdacht bestätigt, und der Weitertransport wurde gestoppt. Für die übrigen 1.484 Pakete, das sind rund 62%, steht eine endgültige Entscheidung noch aus - hier laufen die Prüfungen noch.

Quelle: Zoll


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

Paketda folgen bei: