Internationale Kontrollen: Zoll spürte 1.255 illegale Medikamenten-Pakete auf

Vom 3. bis 10. März 2020 beteiligte sich der deutsche Zoll an einer international koordinierten Kontroll-Aktion gegen illegale Postsendungen. Ziel war es, verbotene und gefälschte Medikamente, Doping- und sonstige Wundermittel aus dem Verkehr zu ziehen.

Deutsche Zöllner haben einen guten Spürsinn für verdächtige Pakete: von insgesamt 5.962 kontrollierten Sendungen erwiesen sich 1.255 als illegal, das entspricht einer Quote von 21 Prozent. In den gestoppten Paketen wurden 83.481 Tabletten, Kapseln und Ampullen sichergestellt. Quelle: Zoll-Pressemeldung.

Auch innereuropäische Lieferungen wurden kontrolliert. Die Hauptzollämter führten Verkehrskontrollen von Paketdiensten durch und fanden dabei 4.186 Einheiten verbotener Arzneien und Dopingmittel.

Einen besonders großen Fund machte das Hauptzollamt München am dortigen Flughafen. In einem China-Paket wurden "35 kg reine Wirkstoffe zur Herstellung von Dopingmitteln sichergestellt". Quelle: Pressemeldung.


In Frankfurt stoppten Zöllner im Herbst 2019 mehr als 100 verbotene Sendungen, die in Hongkong mit dem Label eines deutschen Paketdienstes versandfertig gemacht wurden und an einen Logistikdienstleister im Rhein-Main-Gebiet gerichtet waren. "Durch diese Vorgehensweise wäre innereuropäischer Warenverkehr vorgetäuscht worden, um so weitere Zollkontrollen in den Bestimmungsländern zu umgehen.", teilte der Zoll mit.

Die internationale Zoll-Kontrollwoche findet einmal jährlich statt (Paketda berichtete auch 2018). In Deutschland federführend waren Zollkriminalamt und Bundeskriminalamt. Insgesamt beteiligten sich über 90 Staaten sowie die Weltzollorganisation, Europol, die Pharmaunternehmen und internationale Zahlungs- und Paketdienste an der zum dreizehnten Mal von Interpol koordinierten Operation "PANGEA".


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