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Schreibroboter-Firma Wunderpen ist insolvent

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Wunderpen spannt echte Füllfederhalter in Roboter ein

Die Berliner Wunderpen GmbH ist insolvent. Das Amtsgericht Charlottenburg eröffnete am 1. Juni 2026 das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Wunderpen hatte sich auf Werbebriefe spezialisiert, die von Robotern mit Füllfederhaltern geschrieben wurden. Die Schreiben sollten wie persönliche, von Menschenhand verfasste Briefe wirken und dadurch mehr Aufmerksamkeit als gewöhnliche Werbepost erzielen.

Ob und in welchem Umfang der Geschäftsbetrieb während des Insolvenzverfahrens fortgeführt wird, geht aus der gerichtlichen Bekanntmachung nicht hervor. Die Website des Unternehmens ist weiterhin erreichbar (wunderpen.com). Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 21. August 2026 beim Insolvenzverwalter anmelden.



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Roboter produzieren handschriftliche Serienbriefe

Wunderpen kann mithilfe seiner Schreibroboter Tausende oder sogar Hunderttausende Briefe herstellen. Wie bei einem gewöhnlichen Serienbrief werden Adress- und Textdaten automatisiert verarbeitet. Das Ergebnis sieht wie ein persönlicher Brief aus und ist auf den ersten Blick nicht als Massenmailing erkennbar.

Die Idee dahinter: Rechnungen, Werbebriefe und Zeitschriften landen regelmäßig im Briefkasten. Echte handgeschriebene Post ist hingegen selten geworden und fällt deshalb besonders auf.

Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veröffentlichung dieses Paketda-Artikels im Jahr 2021 kosteten bei Wunderpen 1.000 Postkarten mit maximal 100 Zeichen rund 2.240 Euro netto – jeweils ohne Porto und Umsatzsteuer. Für 1.000 handgeschriebene A4-Briefe mit maximal 500 Zeichen einschließlich adressierter Umschläge wurden rund 3.530 Euro netto berechnet. Per Stand Sommer 2026 gibt es keine öffentlich verfügbaren Preisinformationen mehr.



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Jannausch bietet Handschrift-Mailings ab 5.000 Stück an

Trotz der Wunderpen-Insolvenz können Unternehmen weiterhin maschinell handgeschriebene Mailings produzieren lassen. Ein Anbieter ist Jannausch Dialogmarketing aus Vlotho. Das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben auf große Auflagen spezialisiert und verwendet "gedruckte Handschrift", also nicht mit Füllfederhalter geschrieben. Das Schriftbild erreicht daher nicht die hohe Glaubwürdigkeit eines Schreibautomaten, gibt Jannausch auf seiner Website zu.

Im Onlineshop von Jannausch kosten 5.000 Maxi-Postkarten jeweils 30 Cent netto. Der Gesamtpreis beträgt somit 1.500 Euro zuzüglich Porto und Umsatzsteuer. Eine kleinere Auflage ist bei diesem Anbieter nicht möglich.

Für 5.000 handgeschriebene A4-Briefe einschließlich adressierter Umschläge werden jeweils 75 Cent netto berechnet. Das entspricht insgesamt 3.750 Euro. Werden Fensterbriefumschläge verwendet, sinkt der Stückpreis auf 55 Cent beziehungsweise der Gesamtpreis auf 2.750 Euro. Porto und Umsatzsteuer kommen jeweils hinzu.



Weitere Anbieter handgeschriebener Briefe

Weitere Anbieter sind beispielsweise Schreibstatt.de, Schreibfee.de und Pensaki.com. Die Angebote unterscheiden sich unter anderem bei den Mindestmengen, der verwendeten Schreibtechnik und der Frage, ob Menschen oder Maschinen die Briefe schreiben.

So sind bei Schreibstatt.de eigenen Angaben zufolge ca. 80 menschliche "SchönschreiberInnen" angestellt, die jeden Brief und jede Karte mit Tinte schreiben. Auch Schreibfee.de setzt nicht auf Automation, sondern händische Fertigung.

Schreibroboter kommen bei Pensaki.com zum Einsatz. Die Mindestmenge beträgt lediglich 10 Stück, allerdings ist der Stückpreis für eine simple Karte mit 4,99 Euro (brutto) bei dieser Kleinauflage entsprechend hoch.


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