Sendungsverfolgung Menü

Hermes wächst stark: Weihnachtsbilanz übertrifft BPEX-Erwartungen

© Foto: Hermes Germany, Willing-Holtz
Die Hermes-Paketshops wurden während der Weihnachtszeit stark frequentiert

Die Bilanz von Hermes zum Weihnachtsgeschäft 2025 fällt deutlich positiver aus als die im November veröffentlichte Prognose des Bundesverbands Paket- und Expresslogistik (BPEX). Während der BPEX einen leichten Mengenanstieg von 1 bis 2 Prozent erwartet hatte, meldet Hermes für Oktober bis Heiligabend ein Sendungsplus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft 2023 legten die Mengen sogar um mehr als 14 Prozent zu.

Damit entwickelt sich Hermes mutmaßlich besser als der Gesamtmarkt. Besonders stark war das Geschäft rund um den Black Friday und die Cyber Week, mit einem Spitzentag am 2. Dezember 2025.

Laut Hermes wurden vor allem die Paketshops von Kunden gut angenommen. Im Dezember 2025 wurden dort rund zehn Prozent mehr Sendungen abgewickelt als im Vorjahr. Private Versender nutzten die Hermes-Shops sogar 34 Prozent häufiger als 2024.

Fazit: Während der Gesamtmarkt laut BPEX durch rückläufige B2B-Mengen und ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld gebremst wird, gelingt es Hermes womöglich, überdurchschnittlich zu wachsen. Evtl. geht dies mit Marktanteilsverlusten von Wettbewerbern einher. Es kann aber auch sein, dass die BPEX-Weihnachtsprognose zu pessimistisch war und die Wettbewerber von Hermes ebenfalls Mengen hinzugewonnen haben.



Anzeige


Weihnachtsgeschäft 2025: Paketbranche erwartet nur leichtes Wachstum

So berichtete Paketda am 18.11.2025

Der Bundesverband Paket- und Expresslogistik (BPEX) rechnet im Weihnachtsgeschäft 2025 mit einem Sendungszuwachs von lediglich 1 bis 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt sollen im November und Dezember rund 750 Millionen Sendungen transportiert werden. Damit liegt das Volumen nur geringfügig über den 740 Millionen Sendungen des Weihnachtsgeschäfts 2024.

Auch vor Weihnachten 2024 legten die Sendungsmengen im Jahresvergleich nur moderat um 15 Millionen Sendungen zu. Bei B2B-Paketen (an Firmenkunden) verzeichnete die Branche sogar einen Rückgang um 4%, während B2C-Pakete (an Privatkunden) um 5% zunahmen.

Für 2025 erwartet der BPEX einen "leichten Rückgang" bei B2B-Paketen und "ein Plus von knapp 2 Prozent" bei B2C-Paketen. Damit bleibt der Onlinehandel weiterhin der zentrale Wachstumstreiber.

Neben den schwachen Wirtschaftsindikatoren verweist die Branche zunehmend auf steigende Kosten. Im DVZ-Interview nennt GLS-Germany-Chef Moritz Eichhöfer mehrere Belastungsfaktoren, wie z.B. die erneute Anhebung des Mindestlohns, das sei ein "immenser Kostentreiber". Hinzu kommen steigende Energie- und Kraftstoffpreise, höhere Fahrzeugkosten sowie Maut- und Abgabensteigerungen.

GLS könne diese Kostensteigerungen trotz verbesserter Prozesse und zunehmender Effizienz nicht vollständig kompensieren, weshalb "moderate Preisanpassungen" notwendig seien. Der Branchenverband BPEX formuliert es deutlich: Die Kosten steigen schneller als die Erlöse, daher werde es "für die Paketdienste zunehmend schwieriger, kostendeckend zu arbeiten."

© Symbolbild: GLS
Blick in ein GLS-Paketzentrum


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

Paketda folgen bei: