DHL bucht Wunschtage nach Weihnachten ein / Konkurrenz wirbt Hermes-Zusteller ab / Paketda-Weihnachtswünsche 2018

DHL verärgert aktuell zahlreiche Kunden mit ungewollt eingebuchten Wunschtagen, die weit nach Weihnachten liegen. Häufig wird als Wunschtag der 28.12. oder 29.12. vom System festgelegt, obwohl die Kunden eine Lieferung vor Weihnachten erwartet hatten.

Im Paketda-Forum veröffentlichte ein Nutzer letzte Woche eine E-Mail, die DHL angeblich in der KW 49 verschickt haben soll. Der Wortlaut: "Wir möchten Sie informieren, dass rund um die Weihnachtsfeiertage die Zustellung Ihrer DHL Pakete an Ihre ausgewählten Wunschtage leider nicht berücksichtigt werden kann. Haben Sie als Wunschtag einen Donnerstag, Freitag, Samstag oder Montag ausgewählt, sollten Sie diesen für den Zeitraum vom 20.12. - 28.12.2018 in Ihrem Kundenkonto unter Meine Daten & Services deaktivieren. So stellen Sie sicher, Ihre Pakete pünktlich zum Fest zu erhalten."

Warum genau die Wunschtage 28. und 29. Dezember eingebucht werden, konnte die Paketda-Redaktion nicht rekonstruieren. Fakt ist, dass es sich um eine automatische Festlegung durchs DHL-System handelt, die zeitgleich mit der Bearbeitung im Start-Paketzentrum erfolgt. Möglicherweise wird der Wunschtag automatisch verschoben, wenn der von DHL vorausberechnete Liefertermin auf einen Feiertag fällt.

Wie man anhand der zahlreichen Beschwerden sieht, wurden viele Kunden vom Wunschtag-Ärger überrascht und vorher offenbar nicht informiert. Hinzu kommt, dass Info-Mail von DHL schwer verständlich ist. Es wird nicht begründet, warum die Wunschtage von Donnerstag bis Montag nicht eingehalten werden können. DHL hätte auch selber die Wunschtage für betroffene Kunden deaktivieren können, und somit das ganze Schlamassel verhindern können.

Bei Paketen mit irrtümlichen Wunschtag kann der Wunschtag nachträglich nicht storniert werden. Betroffene Kunden erhalten ihre Weihnachtspakete also erst kurz vor Silvester.



Hermes-Chef beklagt, dass Konkurrenten gezielt Zusteller abwerben

Paketzusteller sind auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt. Hermes-Chef Olaf Schabirosky gab dem Hamburger Abendblatt bereits Anfang Dezember ein Interview. Darin sagte wörtlich: "Teilweise wird gezielt abgeworben. Im Laufe des Jahres haben wir dadurch etwa 1000 Fahrer verloren." - Einem Bericht von rnz.de zufolge zahlen DHL und UPS vergleichsweise hohe Stundenlöhne.

In einem Interview mit der Wirtschaftswoche von Ende November sagte Schabirosky außerdem, dass Hermes in Zukunft eigene Zustellbasen betreiben will. Aktuell vergibt Hermes die sogenannte "letzte Meile" vom regionalen Verteilzentrum bis zum Empfänger an Subunternehmer. Künftig will Hermes einige Zusteller direkt anstellen. Bis zu 10% von insgesamt 10.000 Zustellern kann sich Schabirosky in einer Direktanstellung vorstellen. Quelle: www.wiwo.de



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Weihnachtswünsche

Die Paketda-Redaktion wünscht allen Lesern schöne Feiertage und hat ein paar Wunschzettel an den Baum gehängt.


Wunschzettel an Paketdienste


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