Sendungsverfolgung Menü

USA-Geschenkpakete: Teuer verschickt, kommentarlos zurück

So sieht die Rücksendung in der Sendungsverfolgung aus

Im Dezember häuften sich im Paketda-Forum Berichte von Kunden, die mit DHL Weihnachtspakete in die USA versenden wollten. Doch die Pakete kamen dort nie an. Genauer gesagt fand gar kein Export statt. DHL hat die Pakete in Deutschland gestoppt und ohne nachvollziehbare Begründung an die Absender retourniert.

Ein typischer Eintrag aus dem Paketda-Forum ist folgender zum Paket CR909371136DE: "Bitte nennen Sie mir ausführlich den Grund für die Rücksendung des Pakets. Es handelt sich hierbei um eine reine Geschenksendung mit weihnachtlichen Lebkuchen und Dresdner Stollen, sowie Zeitschriften und Kalender. Das Paket ist 6,350 Kilo schwer und sollte nach Glendale, Arizona, USA."

Inzwischen berichtete auch die Neue Westfälische über die Probleme beim USA-Versand. Die verärgerten Absender, die sich bei der Zeitung meldeten, ließen sich sogar in Postfilialen beraten zwecks Ausfüllen der Zollinhaltserklärung. Trotzdem klappte der Export nicht; selbst bei mehrmaligen Versuchen nicht.

Auf den retournierten Paketen befand sich ein Aufkleber, der auf die Website dhl.de/ruecksendegrund verweist. Dort gibt es jedoch nur allgemeine Erklärungen zu geänderten Zollbedingungen in den USA. Kunden erhalten keine individuelle Meldung, was bei ihrem Paket das genaue Problem ist.

Auch Filialmitarbeiter konnten die Rücksendungen nicht erklären und empfahlen sogar in einem Fall den Versand mit UPS statt DHL. Die von der Neuen Westfälischen befragte DHL-Pressestelle war ebenso ahnungslos und rät, anstatt handschriftlicher Paketaufkleber lieber die DHL-Onlinefrankierung zu nutzen.

Immerhin ein positiver Aspekt: Laut DHL liegt zurückgesendeten Paketen ein Begleitschreiben bei, in dem sich ein Couponcode für den kostenlosen Neuversand befindet. Der Couponcode kann in der DHL-Onlinefrankierung eingelöst werden.

Für Kunden, die mit DHL Geschenkpakete in die USA versenden wollen, lässt sich nach aktuellem Stand Folgendes ableiten:

  • Möglichst keine handschriftlichen Zollformulare verwenden. Wenn unvermeidlich: Druckschrift nutzen.
  • Inhalte des Pakets genau angeben. Nicht "Bekleidung" schreiben, sondern besser "Damen-Pullover aus Baumwolle".
  • Realistische Warenwerte angeben. Selbstgemachte Produkte anhand des Materialwerts schätzen.

Verboten ist außerdem der Versand von Akkus, Batterien und entzündlichen Waren / Gefahrgut. Dazu zählt u.a. Parfüm aufgrund des enthaltenen Alkohols. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie am besten auch keine Lebensmittel versenden. Besonders kritisch sind Milchprodukte, Fleischwaren, Honig und Tee. Verderbliche Lebensmittel sollte man generell nicht ins Ausland versenden.


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

Paketda folgen bei: