Sendungsverfolgung Menü

UPS-Samstagszustellung startet holprig


Seit ungefähr September 2024 bietet UPS in Deutschland und sieben weiteren europäischen Ländern die Samstagszustellung ohne Aufpreis an - zumindest laut Werbeversprechen.

In der Praxis zeigt sich nach Paketda-Beobachtungen: Kunden fahren besser, wenn sie wie bisher den kostenpflichtigen UPS-Samstagsservice buchen. Nur dann ist sichergestellt, dass ihre Pakete samstags wirklich zugestellt werden. Beim kostenlosen Samstagsservice besteht die Gefahr, dass Pakete nicht in Zustellung gehen, wie mehrere Praxisbeispiele zeigen, die Paketda vorliegen (siehe z.B. Abbildung oben).

Insider aus UPS-Niederlassungen berichten, dass UPS erst kurz vor Einführung der Samstagszustellung mit der Personalplanung begonnen habe. Bestehende Zusteller wurden gefragt, ob sie zusätzlich samstags arbeiten möchten. Der Zuspruch soll nicht überwältigend hoch gewesen sein, wie mittlerweile an zahlreichen Stellenanzeigen von UPS erkennbar ist, mit denen Zusteller speziell für Samstag gesucht werden.


Der holprige Start lässt vermuten, dass die Einführung der Samstagszustellung vom oberen UPS-Management geplant wurde, ohne die regionalen Niederlassungen ausreichend einzubinden. Die Ländergesellschaften müssen nun Lösungen finden, um die Werbeversprechen umzusetzen und die Kundenzufriedenheit zu sichern.

Rechtlich hat sich UPS jedoch abgesichert: Im Kleingedruckten heißt es, dass "zukünftig 80 % der Bevölkerung" von der Samstagszustellung profitieren sollen. Wer genau dazugehört, bleibt unklar. Wahrscheinlich profitieren eher städtische Gebiete und ländliche Regionen weniger.


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

Paketda folgen bei: