UPS testet Drohnen in den USA: Landeplatz auf Zustellfahrzeug

UPS Drone Vor einigen Tagen hat UPS in den USA eine Paketdrohne getestet, deren Start- und Landeplatz ein UPS-Fahrzeug ist. Die Drohne startete nicht von einer festen UPS-Niederlassung, sondern wurde von einer Zustellerin aktiviert, als sie auf einer normalen Zustelltour unterwegs war.

UPS will mit dem Test zeigen, dass Drohnenlieferungen vor allem in ländlichen Gebieten Vorteile haben. Dort sind die Fahrtwege besonders lang und somit kostenintensiv. Die Drohne kann helfen, Lieferwege zu verkürzen. Muss ein UPS-Zusteller beispielsweise jeweils einen Kunden in Ortschaft A, B und C beliefern, so startet er im Ort A die Drohne mit einem Paket in Richtung C. Während die Drohne die Zustellung erledigt, fährt der Fahrer von A nach B und spart sich den Weg nach C. Die Drohne kehrt selbstständig zum Fahrzeug im Ort B zurück.

UPS Lieferdrohne
Interessanterweise hat die Aufsichtsbehörde (Office of Inspector General) der staatlichen US-Post USPS im letzten Jahr eine Befragung zur "Beliebtheit" von Drohnen durchgeführt (siehe hier). 1200 erwachsene Amerikaner wurden befragt, was sie von Drohnenlieferungen halten. Die Ergebnisse sind teils gegensätzlich zu den von UPS genannten Zielen. 51% der Einwohner in Städten mögen die Drohnenlieferung, aber nur 37% in ländlichen Gebieten.

Außerdem stoßen 1-Stunden-Lieferungen und sog. Notfall-Lieferungen per Drohne auf die höchste Akzeptanz, während UPS per Drohne zeitunkritische Pakete liefern will. Die Lieferung via Luftweg in ländliche Gebiete landet in der USPS-Umfrage nur auf Platz 5 von 7. Doch insgesamt sind die Amerikaner Drohnenlieferungen gegenüber positiv eingestellt. 75% aller Befragten erwarten, dass dieses Szenario bis zum Jahr 2021 zum Alltag gehören wird.

Im Video zeigt UPS die Beladung, den Abflug und Rückflug der Paketdrohne. Nicht gezeigt wird, wie die Drohne das Paket beim Empfänger zustellt. Weil die Drohne von Hand beladen wird, muss sie vermutlich auch von Hand entladen werden.


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