Österreichische Post: Neue Sendungsverfolgung mit Fotos von Paketen

Neue Sendungsverfolgung der Österreichischen Post
Die Österreichische Post kündigt eine vollständig überarbeitete Website und Sendungsverfolgung an. Eine Vorschau der neuen Seite gibt es unter preview.post.at. Auf den ersten Blick fällt ein neues Design auf sowie eine einfacher strukturierte Navigation.

Auch die Sendungsverfolgung wurde modernisiert. Die Statusmeldungen werden weiterhin tabellarisch dargestellt, es entfallen jedoch die Piktogramme und Standortinformationen, die bislang bei jedem Status zu sehen waren. Dass der Bearbeitungsort nicht mehr sichtbar ist, erschwert es Kunden, den Transportfortschritt einzuschätzen. Man sieht beispielsweise die Meldung "Sendung in Verteilung", kann aber nicht beurteilen, wie weit das Paket noch vom Ziel entfernt ist.

Eine innovative Funktion ist die Darstellung von Paketfotos in der Sendungsverfolgung. Ist man als Nutzer bei post.at eingeloggt, erscheint bei einigen Sendungen die Schaltfläche "Foto von Paket anzeigen". Daraufhin öffnet sich ein Schwarzweiß-Foto der Paket-Oberseite, das in einem Paketzentrum der Österreichischen Post aufgenommen wurde.

Nachtrag: Ein Paketda-Leser wies darauf hin, dass die Sendungsfotos nicht neu sind. Offenbar gab es diese Funktion schon früher bei der Österreichischen Post.

Sendungsfoto im Tracking der Österreichischen Post
Als Empfänger kann man anhand des Fotos prüfen, ob das Paket korrekt adressiert ist und wie gut es verpackt ist. Unter dem Aspekt des Datenschutzes ist es jedoch bedenklich, dass jeder registrierte Nutzer beliebige Paketfotos ansehen kann. Vor der Fotoansicht gibt es keine Sicherheitsabfrage, wie z.B. die Eingabe der Empfänger-Postleitzahl.

Auf der Website der Österreichischen Post heißt es, dass während einer Übergangsphase die alte und neue Website teilweise parallel betrieben werden. Einige Bereiche werden auf das neue Design umgestellt, während vor allem der Login-Bereich noch einige Zeit im alten Look bleibt.

Positiv fällt bei der Österreichischen Post auf, dass der Kundenservice gut erreichbar im Kopfbereich der Seite verlinkt ist. Von jeder Unterseite sind Telefonnummer und Kontaktformular mit nur einem Klick erreichbar.

Im Hilfebereich der Deutschen Post DHL müssen Kunden hingegen mindestens 5 Mal klicken, bevor ihnen eine Telefonnummer angezeigt wird. Von Kontaktformularen ganz zu schweigen, die es für einige Beschwerdethemen gar nicht mehr gibt. Paketda wurde von Deutsche Post DHL sogar schon gebeten, keine Links zu Kontaktformularen zu veröffentlichen. Postchef Frank Appel spricht von intern rückläufigen Beschwerdezahlen. Ist nachvollziehbar, wenn Kunden eine Beschwerde absichtlich erschwert wird.

Zum Vergleich: alte Sendungsverfolgung der Österreichischen Post


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