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Schweiz: Radikale Postreform vorerst vom Tisch


Spitzenpolitiker Albert Rösti hat in der Schweiz für Aufruhr gesorgt, weil er die Abschaffung der schnellen A-Post und die Reduzierung der Postzustellung auf 3 Wochentage ins Gerede brachte. Zurzeit wird A-Post an 6 Wochentagen zugestellt, die langsamere B-Post an 5 Wochentagen. Außerdem sollten "zig Postfilialen" gestrichen werden.

Rösti ist eines von sieben Mitgliedern des Bundesrats; seine Position ist im weiten Sinne vergleichbar mit einem Minister in Deutschland. In Röstis Verantwortungsbereich fällt auch die Post.

Medienberichten zufolge wollte Rösti seine Vorschläge für eine Postreform am 31.01.2024 in einer Bundesratssitzung präsentieren. Er machte jedoch kurzfristig einen Rückzieher, weil die vorab bekannt gewordenen Pläne auf breite Skepsis stießen. Rösti will sich angeblich mit der Schweizerischen Post abstimmen, bevor er einen neuen Vorstoß wagt.

Roberto Cirillo, Chef der Schweizerischen Post, hält zwei unterschiedliche Brieflaufzeiten (A- und B-Post) weiterhin für notwendig, weil Kunden sie nachfragen. Zwei Drittel der Briefe werden als B-Post versandt und ein Drittel als A-Post.

2023 sagte Cirillo in einem Interview, dass er Automatenlösungen befürwortet, weil Postkunden dadurch nicht mehr an Öffnungszeiten gebunden seien. Außerdem würde er gern die Zustellpflicht für Zeitungen bis 12:30 Uhr abschaffen. Sie wurde 2020 eingeführt, damit Tageszeitungsleser in ländlichen Regionen nicht erst nachmittags beliefert werden.

Quellen: nzz.ch | radio.li | blick.ch | 20min.ch | aargauerzeitung.ch


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