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Steuerbetrug: Zoll stoppt Schweizer vor deutschem Paketshop


Nicht nur die Polizei, sondern auch Zöllner fahren Streife. Auf diese Weise gelang es Anfang Januar 2024 einer Kontrollstreife des Hauptzollamts Lörrach, einen "Paketschmuggler" zu überführen. Die Zöllner waren in der grenznahen Stadt Weil am Rhein unterwegs und hatten dort ein Fahrzeug mit Schweizer Nummernschild im Blick. Der Fahrer parkte vor einem Paketshop und entlud gerade drei große Pakete.

Auf Nachfrage erklärte der Mann den Zöllnern, er habe die Pakete aus der Schweiz mitgebracht und wolle sie an Empfänger in Deutschland versenden. Dass es sich um private Pakete handelte, wie der Mann behauptete, bezweifelten die Zöllner aufgrund der Aufmachung der Kartons. Es schien sich um einen gewerblichen Absender zu handeln.

Der Mann knickte schließlich ein und gab zu, dass in den Paketen Waren seines schweizerischen Unternehmens sind. Bei Grenzübertritt hatte er die gewerbliche Warenabfertigung und die verpflichtende Zollanmeldung in Deutschland unterlassen.

Im Zollamt Weil am Rhein-Autobahn wurden die Pakete geöffnet. Es waren 80 Packungen Schokotropfen und über 740 Proteinriegel enthalten. Die Zöllner googelten die Preise im Onlineshop des Verkäufers und berechneten daraufhin Einfuhrabgaben in Höhe von ca. 400 Euro. Außerdem wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der versuchten Steuerhinterziehung eingeleitet.

Nach Zahlung einer Strafsicherheit erhielt der Mann seine Pakete inkl. Waren zurück.

Quelle: Pressemeldung Zoll


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