Wiederverwendbare Versandtasche wird von Otto, Tchibo und Avocadostore getestet

Wiederverwendbare Versandtasche von Repack
Eine in Finnland erfundene Mehrweg-Versandverpackung wird in Kürze auch in Deutschland eingesetzt. Die Onlineshops Otto, Tchibo und Avocadostore werden einige Tausend Versandtaschen des Herstellers Repack (www.originalrepack.com) in Umlauf bringen.

Hauptsächlich sollen Kleidungsstücke in den Repack-Taschen verschickt werden. Nachdem der Kunde die Ware erhalten und entnommen hat, faltet er die Versandtasche, klebt ein Rücksende-Etikett drauf und wirft sie in den nächsten Briefkasten. Bei Otto-Bestellungen muss die Tasche bei Hermes zurückgegeben werden.

Otto wird 4.000 Repack-Taschen einsetzen, Tchibo ca. 7.500 Stück und Avocadostore ca. 2.000 Stück. Bei Tchibo werden die teilnehmenden Kunden zufällig ausgesucht. Bei Avocadostore können Kunden den Versand via Repack gegen Aufpreis buchen, berichtet Logistik Heute.

Laut etailment.de fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Test der Repack-Verpackungen im Rahmen des Projekts PraxPack.

Ob die Umweltbilanz von Repack gegenüber klassischen Pappkartons tatsächlich besser ist, bleibt eine spannende Frage. Repack besteht nämlich aus Kunststoff und soll so robust sein, dass eine Tasche bis zu 20 Mal wiederverwendbar ist. Bei Repack muss der CO2-Verbrauch für den Rücktransport berücksichtigt werden und die Reinigungskosten nach jedem Rückversand. Außerdem ist unklar, wie viele Kunden Repack versehentlich im Gelben Sack entsorgen anstatt die Tasche zu retournieren.



Nachtrag vom 01.09.2020: TV-Bericht vom WDR zu Repack bei Tchibo:


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