Riesige Razzia: Bande soll 1.000 illegal Beschäftigte eingeschleust haben


Am heutigen Mittwoch, 8.12.2021, fand eine bundesweite Aktion gegen Schleuser statt, die Menschen aus Nicht-EU-Ländern mit gefälschten Dokumenten nach Deutschland gebracht haben sollen. Hierzulande arbeiteten die Migranten illegal in Logistikzentren. Ob sich darunter auch Logistikzentren von Paketdiensten befinden, wurde bislang nicht bekannt.

Laut Tagesspiegel waren 2.200 Beamte im Einsatz, um mehr als 50 Objekte in 12 Bundesländern zu durchsuchen. Der Schwerpunkt befindet sich in Berlin und Brandenburg. Es sollen auch mehrere Haftbefehle vollstreckt worden sein, auch in Niedersachsen und Bremen.

In einer Pressemeldung der Generalstaats­anwalt­schaft Berlin heißt es, die Aktion sei gegen eine Bande gerichtet, der "gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern, Urkundenfälschung, organisierte Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vorgeworfen" wird.

Der Schaden geht offenbar in die Millionen, weil die Durchsuchungen auch dazu dienten, bei den beschuldigten Personen Vermögenswerte in Höhe von 19 Mio. Euro sicherzustellen. Die Generalstaats­anwalt­schaft Berlin vermutet, "dass bis zu 1.000 Arbeitnehmer über das durch die Bande betriebene Firmengeflecht dem hiesigen Arbeitsmarkt zugeflossen sind".

Anlass für die Razzia waren frühere Zollkontrollen in Logistikzentren. Dabei fielen mehrere Ausländer mit "totalgefälschten EU-Identitätsdokumenten" auf. Die anschließenden Ermittlungen führten zu einer Bande, die hauptsächlichen von Russen und Deutschen angeführt wurde. Sie sollen Arbeitskräfte in der Ukraine und in Moldawien angeworben haben, mit falschen Pässen baltischer Länder ausgestattet und dann nach Deutschland gebracht haben.


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