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Österreichische Post kooperiert bei Paketen in die Schweiz mit Planzer

Zustellfahrzeug von Planzer Paket
Die Österreichische Post hat eine Kooperation mit dem 2018 gegründeten, schweizerischen Paketdienst Planzer vereinbart. Die Österreichische Post übergibt Pakete mit Ziel Schweiz künftig an Planzer.

Laut Pressemitteilung der Österreichischen Post betrifft die Kooperation versenderseitig nur Geschäftskunden. Pakete österreichischer Privatkunden mit Ziel Schweiz werden demnach wie bisher an die Schweizerische Post übergeben. Wahrscheinlich liegt die Ursache in der Zollabfertigung.

Planzer befördert eigenen Angaben zufolge mehr als 60 Prozent der Pakete auf einem Großteil der Transportstrecke mit der Bahn. Peter Umundum, Chef der Österreichischen Post, kommentiert die Kooperation wie folgt:

"Die Zusammenarbeit mit Planzer markiert einen wichtigen Meilenstein für beide Unternehmen und stärkt unsere Fähigkeiten bei der Zustellung in der Schweiz. Damit können wir unseren Versandkund*innen einen noch besseren und vor allem nachhaltigen Service für den gesamten DACH-Raum anbieten."



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Chef: Planzer Paket startete schleppend

Anfang 2018 startete die Spedition Planzer ihre eigene Paketdienst-Sparte Planzer Paket (www.planzer-paket.ch). Das Unternehmen war anfangs auf B2C-Pakete spezialisiert, also Firmenkunden als Absender und Privatkunden als Empfänger.

Planzer ist eigenen Angaben zufolge das größte private Transportunternehmen der Schweiz und hatte durch seine vorhandenen Umschlagzentren und Bahnverbindungen eine gute Ausgangsposition.

Im einem Interview mit eurotransport.de vom Januar 2019 antwortete Unternehmenschef Nils Planzer auf die Frage, wie der Paketdienst angelaufen sei: "Eher harzig. Die selbst entwickelte IT hat uns vor unerwartete Herausforderungen gestellt. Das hat Zeit gekostet, aber jetzt sind wir unterwegs und entspannter. Im Zeitraum von drei Jahren rechnen wir mit einer gewissen Rentabilität."

Eine deutliche Meinung hat der Chef auch zu Lastenrädern: "Das gehört eigentlich zum Marketing, Geld verdienen lässt sich damit nicht." Planzer weiter: "Ich kenne kein einziges City­logistikprojekt auf der ganzen Welt, das funktioniert."

Ebenfalls ohne Perspektive seien laut Planzer unterirdische Transport-Tunnel wie das schweizerische Vorhaben Cargo Sous Terrain: "Ich kenne keinen gescheiten Logistiker, der da wirklich investiert hat, außer der Post und der SBB, aber die gehören ja dem Staat und müssen das machen, damit sie nett dastehen."


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