Päckchen dürfen nicht mehr mit Briefmarken frankiert werden

Päckchen mit Briefmarken zu frankieren ist nicht mehr erlaubt
Seit 1. Januar 2021 dürfen Päckchen der Deutschen Post nicht mehr mit Briefmarken frankiert werden. Das geht aus Seite 70 der Preisliste der Post hervor (siehe Abb. oben, hier als PDF).

Ein Nutzer hatte im Paketda-Forum schon Ende 2020 auf die Neuerung hingewiesen, damals war die Meldung aber nicht verifizierbar. Ein Indiz war, dass Briefmarken zum Päckchen-Porto von 3,79 Euro aus dem Onlineshop der Deutschen Post verschwunden sind.

Postkunden müssen Päckchenporto ab sofort entweder per Onlinefrankierung kaufen (www.dhl.de/onlinefrankierung) oder per DHL-Smartphone-App oder einen Päckchen-Aufkleber handschriftlich in einer Filiale ausfüllen.

Bis zum 30. Juni 2021 galt eine Übergangsfrist zur Frankierung von Päckchen mit Briefmarken. Bis dahin durften bereits gekaufte Briefmarken zu 3,79 und 4,50 Euro noch auf Päckchen geklebt werden.


Erweiterte Übergangsfrist bis 31.12.2021

Nach Paketda-Informationen ist die Übergangsfrist offiziell beendet, aber Betreiber von Postfilialen sollen Kunden bis 31.12.2021 trotzdem nicht abweisen, wenn sie weiterhin Päckchen einliefern, die mit Briefmarken freigemacht sind. In einem internen Rundschreiben der Deutschen Post an Filialbetreiber heißt es:

"Aus Kulanz werden Päckchen mit Briefmarken oder Digitalmarken in Filialen bis Jahresende weiterhin angenommen, ähnlich wie Pakete, die mit Briefmarken frankiert wurden."

Kunden, die Päckchen mit Briefmarken frankieren, sollen am Postschalter einen Flyer ausgehändigt bekommen. Darin wird die Umstellung auf die neuen Frankiermöglichkeiten erklärt.

Achtung: Eine Paketda-Leserin machte die Erfahrung, dass ein mit Briefmarken frankiertes Päckchen im September 2021 in einer Postfiliale nicht angenommen wurde. In einer anderen Filiale gelang es schließlich, aber erst nachdem sich die Mitarbeiterin bei einer Kollegin schlau machte.


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