Amazon-Locker in Wien / Österreichische Post übergibt Pakete an DHL statt Hermes / Sammler verrückt nach österreichischer Crypto-Briefmarke

Amazon Locker

Amazon stellt erste Locker in Wien auf

In Österreich hat Amazon Shell als Kooperationspartner für die Locker-Abholstationen gewonnen. An vier Shell-Tankstellen in Wien wurden Amazon Locker aufgestellt. Alle Standorte befinden sich auf der östlichen Donauseite (linkes Donauufer), also außerhalb der Inneren Stadt.

In anderen Städten Österreichs wie Innsbruck, Graz, Linz oder Salzburg sind noch keine Locker zu finden (siehe Standortsuche auf Amazon-Website). Das hängt wahrscheinlich mit dem Liefergebiet von Amazon Logistics zusammen. Mit eigenen Kurieren beliefert Amazon bislang nur Wien und den Speckgürtel.



Pakete von Österreich nach Deutschland liefert jetzt DHL

Seit dem 1. August 2019 betreibt DHL Paket kein eigenes Geschäft mehr in Österreich. Pakete aus Deutschland mit Ziel Österreich werden von DHL an die Österreichische Post übergeben.

Bestandteil dieser Kooperation ist offenbar auch, dass Pakete auf der umgekehrten Strecke - von Österreich nach Deutschland - an DHL übergeben werden. Früher hat die Österreichische Post sehr viele Pakete nach Deutschland an Hermes übergeben. Seit dem 1.8.2019 ist der Paketda-Redaktion aber kein österreichisches Paket mehr aufgefallen, das von Hermes in Deutschland ausgeliefert wurde.

Stattdessen vergibt die Österreichische Post sogar Sendungsnummern aus dem DHL-Nummernkreis (JJATA...), um Pakete mit Ziel Deutschland für den Export vorzubereiten.

Ein cleverer Schachzug: Die Versandmengen aus dem innerösterreichischen Paketgeschäft hat DHL zwar verloren, aber im Gegenzug hat DHL die Versandmengen von Österreich in Richtung Deutschland hinzugewonnen. Und Wettbewerber Hermes hat sie verloren.

Vielen Dank an Lukas W. und Marco Klass für die Recherche

Paket von Österreich nach Deutschland mit JJATA Sendungsnummer



Sammler verrückt nach Crypto-Briefmarke der Österreichischen Post

Im Juni 2019 brachte die Österreichische Post eine bunt schimmernde Einhorn-Briefmarke mit Rubbelfeldern und QR-Code heraus. Die Marke wurde als "erste Blockchain-Briefmarke der Welt" beworben. Hinter diesem Werbespruch steckt jedoch kaum ein praktischer Nutzen. Man kann zwar eine digitale Version der Briefmarke in einem Blockchain-Wallet speichern und an andere Nutzer übertragen. Aber Briefe können nur mit der Original-Briefmarke frankiert werden; und damit hat die Blockchain nichts zu tun.

Zum klassischen Frankieren war die Briefmarke vermutlich von Anfang an nicht gedacht. Alles spricht dafür, dass die Österreichische Post gezielt eine Briefmarke für Sammler produziert hat - und dieser Plan ist voll aufgegangen. Die ursprünglich für 6,90 Euro erhältliche Briefmarke wird bei eBay teilweise für mehr als 1.000 Euro gehandelt. Begehrt ist vor allem die rote Variante, von der nur 1.500 Stück hergestellt wurden. Die Gesamtauflage beträgt 150.000 Stück. Trick der Post: Vor dem Kauf erkennt der Kunde nicht, welche Farbe die Briefmarke hat.

Gegenüber futurezone.at kommentierte der Präsident des Verbandes Österreichischer Philatelistenvereine (VÖPH) die hohen eBay-Preise so: "Ich würde das auf gar keinen Fall zahlen, weder vier- noch dreistellige Beiträge."

Blockchain Crypto Briefmarke der Österreichischen Post


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