Naturseife stellt sich als Droge heraus
Das Zollamt Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) hat in einem aus Ghana stammenden Paket rund 770 Gramm Cannabis und 873 Gramm der Kaudroge Khat entdeckt. Das Paket war als Geschenk deklariert. Der Empfänger gab an, Naturseife und Tee bestellt zu haben. Die Beamten wurden jedoch wegen der untypischen Gerüche misstrauisch.
Drogenschnelltests bestätigten den Verdacht. Zusätzlich zeigte Zollhund Satan durch deutliches "Einfrieren" an, dass es sich tatsächlich um Rauschmittel handelt. Der Hund ist seit 2015 im Dienst und gilt trotz seines Alters als äußerst zuverlässig. Gegen den Empfänger aus Rostock wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Quelle: zoll.de
Sendungen ins Altpapier geworfen
In Tettnang (Baden-Württemberg) ermittelt die Polizei gegen einen Zusteller, der offenbar "mehrere hundert Briefe und Kataloge" nicht ausgeliefert hat, sondern in einer Papiertonne entsorgt haben soll. Ein Anwohner bemerkte die ungewöhnlich gefüllte Tonne und verständigte die Behörden.
Die Ermittlungen führten die Beamten schließlich zu dem tatverdächtigen Zusteller. Ihm wird vorgeworfen, die Sendungen vorsätzlich zurückgehalten zu haben. Die Polizei wertet den Fall als Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses. Eine entsprechende Anzeige wurde eingeleitet.
Quelle: Polizei Ravensburg
Tarifvertrag bei DPD NRW gekündigt
Die Gewerkschaft Verdi hat den Haustarifvertrag für die DPD-Standorte in Nordrhein-Westfalen zum 31. Dezember 2025 gekündigt. Die Kündigung bedeutet, dass ab dem 1. Januar 2026 die tarifliche Friedenspflicht endet und Verdi eigenen Angaben zufolge "handlungsfähig" ist.
Hintergrund ist, dass die im April 2024 vereinbarten Entgelte im DPD-Haustarifvertrag nur bis zum 30.09.2026 über den Tabellen des branchenweiten Flächentarifvertrags liegen. Ohne eine Weiterentwicklung würde der Vorteil für die Beschäftigten wegfallen. Laut Verdi sei dies einer der Gründe, warum eine Neuverhandlung angestrebt wird.
Ab Ende November will die Gewerkschaft die DPD-Beschäftigten in NRW zu ihren Zielen und Prioritäten befragen. Dabei soll auch abgeklärt werden, in welchem Umfang die Belegschaft bereit ist, sich "aktiv zu beteiligen". Solche Befragungen gelten üblicherweise als Vorbereitung für mögliche Arbeitskampfmaßnahmen, falls Tarifverhandlungen zu keinem Ergebnis führen.
Mitte Dezember plant die Verdi-Tarifkommission, auf Basis der Rückmeldungen eine neue Tarifforderung zu beschließen und diese an DPD zu übermitteln. Ob es Anfang 2026 zu Warnstreiks kommt, hängt maßgeblich davon ab, wie sich DPD in den dann anstehenden Verhandlungen positioniert.
Quelle: psl-nrw.verdi.de