China-Pakete brechen aufgrund neuer Zollgebühr deutlich ein
Seit dem 1. Juli erhebt die EU auf Warenlieferungen mit einem Wert von unter 150 Euro eine pauschale Zollgebühr von 3 Euro je Warenkategorie. Die Maßnahme zeigt offenbar bereits deutliche Wirkung: Nach Angaben des französischen Zolls sind die Einfuhren günstiger Kleinsendungen in die EU um etwa 30 bis 40 Prozent zurückgegangen.
Besonders stark betroffen ist Temu. Je nach Auswertung sollen Temus Sendungsmengen um 40 bis 50% gesunken sein. Bei AliExpress wird ein Rückgang von etwa 37% genannt, bei Shein von rund 15 bis 20%.
Als wichtiger Grund gilt, dass die Gebühr EU-weit erhoben wird. Nationale Sonderabgaben konnten zuvor teilweise umgangen werden, indem Sendungen etwa über Flughäfen in Belgien oder den Niederlanden eingeführt und anschließend per LKW in die Zielländer weitertransportiert wurden. Diese Ausweichroute fällt bei einer EU-weiten Regelung weg.
Quellen: spiegel.de | cep-research.com | M6 Info
Firma muss nach Millionenbetrug an Royal Mail 1 Mio. Pfund zurückzahlen
Ein britisches Gericht hat das Logistikunternehmen Global Express Worldwide zur Rückzahlung von rund 1,07 Millionen Pfund verurteilt. Die Firma war an einem groß angelegten Betrug zulasten von Royal Mail beteiligt, berichtet die BBC.
Zwischen 2008 und 2017 wurden Briefsendungen unter anderem mit falschen Angaben zu Gewicht, Versandklasse und Zielort in das Netz von Royal Mail eingespeist. Staatsanwälte bezifferten den Gesamtschaden des über mehrere Unternehmen abgewickelten Betrugs auf etwa 70 Millionen Pfund.
Global Express Worldwide hatte sich bereits wegen "Verschwörung zum Betrug" schuldig bekannt. Dem Gerichtsurteil zufolge erzielte das Unternehmen mehr als 3 Millionen Pfund aus kriminellen Aktivitäten. Die jetzt angeordneten rund 1,07 Millionen Pfund müssen innerhalb von drei Monaten gezahlt werden.
Quelle: bbc.com
DHL stoppt Versand nach Kuba
DHL hat den Versand von Briefen und Paketen nach Kuba vorübergehend eingestellt. Als Grund nennt das Unternehmen fehlende Transportkapazitäten.
Sendungen, die Deutschland bereits verlassen haben, werden zunächst zwischengelagert und nach Kuba weitertransportiert, sobald wieder Kapazitäten verfügbar sind. Noch in Deutschland befindliche Sendungen schickt DHL dagegen an die Absender zurück. Für bereits unterwegs befindliche Sendungen müsse mit erheblichen Verzögerungen gerechnet werden.
Auch PostNL meldet Probleme im Kuba-Verkehr. Die niederländische Post rechnet wegen eingeschränkter Transportkapazitäten infolge des Treibstoffmangels auf Kuba mit Verzögerungen von zusätzlichen 2 Wochen. Kuba steckt in einer schweren Energiekrise. Kraftstoff ist knapp, und Anfang August brach erneut das landesweite Stromnetz zusammen. Auch der öffentliche Verkehr und andere Transportbereiche sind von den Engpässen betroffen.
Quellen: postnl.nl | dhl.de | reuters.com