Zoll stoppt Drogen auf dem Weg nach Tschechien
Der Zoll in Selb (Oberfranken) hat bei einer Kontrolle von niederländischen Briefen und Paketen mehrere Drogensendungen entdeckt und insgesamt 13 Strafverfahren eingeleitet. Die Sendungen sollten über Deutschland nach Tschechien weiterbefördert werden.
Die kontrollierten Sendungen wurden zufällig oder nach vorheriger Risikoanalyse ausgesucht. Der Zoll prüft die Sendungen unter anderem mit Röntgentechnik. Ergibt sich dabei ein Verdacht auf eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit, dürfen die Briefe und Pakete geöffnet und genauer untersucht werden.
Bei der aktuellen Kontrolle fanden die Zöllner u.a. 502 Ecstasy-Tabletten, 40 Gramm Amphetamin, 10 Gramm Crystal, Kokain, halluzinogene Pilze sowie sogar eine Aufzuchtstation für halluzinogene Pilze. Die Drogen waren teilweise in Geburtstagskarten, einem kleinen Bluetooth-Lautsprecher und Produktverpackungen versteckt.
9 Strafverfahren leitete der Zoll wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. Weitere 4 Verfahren betreffen Verstöße gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz. Gegen die jeweiligen Adressaten der Sendungen wird nun ermittelt.
Quelle: Hauptzollamt Regensburg
Rostocker Filialinhaber warnt: Weihnachtsgeschäft kaum zu schaffen
In der Rostocker Innenstadt leidet eine Postfiliale unter stark gestiegenem Paketaufkommen. Nach der Schließung anderer Standorte hat sich ein großer Teil der Kundschaft auf den Schlüsseldienst der Brüder Mankovski verlagert.
Nach Angaben der Betreiber wurden im letzten Dezember rund 1.700 Pakete ausgegeben, im Juli 2026 waren es bereits etwa 2.700. Zu Stoßzeiten bilden sich deshalb Warteschlangen vor dem Geschäft.
Die Postfiliale sollte ursprünglich nur neben dem eigentlichen Schlüsseldienst betrieben werden. Inzwischen beansprucht sie jedoch so viel Zeit, dass die Brüder nach eigenen Angaben kaum noch zu ihrem Kerngeschäft kommen und Tätigkeiten nach Feierabend erledigen müssen. Außerdem lohne sich der Postbetrieb finanziell allein nicht, so die Betreiber.
Zuvor hatte bereits eine andere Partnerfiliale in der Rostocker Innenstadt aufgegeben. Die Betreiberin von "Post@Prünkist" erklärte gegenüber der Ostsee-Zeitung, sie habe 2025 trotz eigener Mitarbeit mehr als 10.000 Euro Verlust gemacht. Nach der Schließung der Hauptpost am Neuen Markt Ende 2025 sei die Belastung zusätzlich gestiegen. Ende Juni 2026 schloss sie ihren Standort nach 15 Jahren. Die Deutsche Post erklärte gegenüber der Zeitung, in der Innenstadt derzeit nach einem zusätzlichen Filialpartner zu suchen.
Der Rostocker Fall erinnert an Halberstadt. Dort hatte der Betreiber einer Postfiliale in einem Getränkemarkt im Juli ebenfalls über eine starke Überlastung geklagt, nachdem die örtliche Postbank-Filiale geschlossen hatte (Paketda berichtete).
Beide Fälle zeigen also ein ähnliches Problem: Werden größere oder etablierte Poststandorte geschlossen, können umliegende Partnerfilialen die zusätzlichen Mengen mitunter nicht auffangen. Die Post wäre deshalb gut beraten, nicht erst nach Presseberichten nach neuen Filialpartnern zu suchen, sondern bereits unmittelbar nach Eingang der Kündigung eines bestehenden Standorts. In Rostock warnen die Betreiber schon jetzt davor, dass sie die Belastung spätestens im Weihnachtsgeschäft nicht mehr bewältigen können.
Paket-Abholer in Neusser Paketzentrum festgenommen
Ende Juli wollte ein Paketbote ein Auslandspaket in Duisburg-Homberg zustellen. Auf der Straße sprach ihn eine Person an, die behauptete, der Empfänger zu sein, dies aber nicht mit Dokumenten beweisen konnte. Der Zusteller brachte das Paket deshalb zurück ins Paketzentrum an der Heerdterbuschstraße in Neuss. Dort ist als einziger Paketdienst FedEx ansässig.
Nachmittags erschien im Paketzentrum ein 26-jähriger Niederländer, der das Paket abholen wollte, aber ebenfalls nicht der angegebene Empfänger war. Mitarbeiter des Paketdienstes verständigten daraufhin die Polizei. Offenbar geschah das so unauffällig, dass der Abholer keinen Verdacht schöpfte und im Paketzentrum abwartete.
Nach dem Eintreffen der Beamten fanden sie im Paket eine "nicht geringe Menge" mutmaßliches Cannabis. Der Niederländer wurde wegen des Verdachts auf Einfuhr und Handel mit Betäubungsmitteln vorübergehend festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss