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Postablagekästen / Abfall per Paket / La Poste versucht Same Day

Symbolbild: Postablagekasten in Hamburg

Leverkusen will Postablagekästen loswerden

In Leverkusen könnten Postablagekästen aus dem Stadtbild verschwinden. Der Anstoß kommt jedoch nicht von der Deutschen Post selbst, sondern aus der Kommunalpolitik.

CDU-Ratsherr Matthias Itzwerth will prüfen lassen, welche Ablagekästen im Stadtgebiet noch benötigt werden. Er bemängelt den schlechten Zustand vieler Kästen. Sie seien beklebt, besprüht oder verwittert. Die Stadtverwaltung solle sich mit der Deutschen Post in Verbindung setzen und den Abbau nicht mehr benötigter Kästen "forcieren und überwachen".

Hintergrund ist auch die Ausweitung der Verbundzustellung. Dadurch sind immer mehr Zusteller mit Fahrzeugen unterwegs, statt wie früher zu Fuß oder mit dem Fahrrad. In Leverkusen soll es nur noch fünf Fahrrad-Zustellbezirke geben. Radzusteller können wegen der begrenzten Zuladung nicht alle Sendungen auf einmal mitnehmen und müssen deshalb unterwegs Sendungen aus Ablagekästen nachladen.

Quelle: rp-online.de



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DHL warnt: Abfallrecht könnte Recht auf Reparatur ausbremsen

Der Bundestag hat ein neues Recht auf Reparatur beschlossen, welches ab August gelten soll. Es soll Verbrauchern erleichtern, defekte Geräte wie Smartphones, Waschmaschinen oder Kühlschränke reparieren zu lassen, statt sie zu entsorgen.

DHL hatte Anfang Juni Bundestagsabgeordnete auf ein mögliches Praxisproblem hingewiesen: Für Reparaturen müssen defekte Geräte oder einzelne Bauteile häufig per Paket an Werkstätten verschickt werden. Nach geltendem Kreislaufwirtschaftsrecht könnten solche Gegenstände unter Umständen jedoch als Abfall gelten. Dann würden für Paketdienste zusätzliche Anzeige-, Erlaubnis- und Kennzeichnungspflichten greifen, die im Standardpaketnetz kaum erfüllbar sind.

DHL schlug deshalb vor, das Kreislaufwirtschaftsgesetz anzupassen. Reparaturgegenstände sollten ausdrücklich nicht als Abfall gelten. In der vom Bundestag beschlossenen Fassung findet sich eine solche Klarstellung jedoch nicht. Damit bleibt offen, ob das Abfallrecht den Paketversand defekter Geräte künftig tatsächlich erschwert.

Quelle: lobbyregister.bundestag.de | bundestag.de



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La Poste will Paketshops und Paketstationen stark ausbauen

Die La-Poste-Gruppe (Mutterkonzern von DPD) will das Netz aus Paketshops und Paketstationen deutlich ausbauen. Bis 2031 soll es europaweit 190.000 sogenannte Out-of-Home-Standorte geben, also Paketshops und Paketstationen. Zurzeit hat die Paketsparte von La Poste ca. 140.000 OOH-Standorte in Europa, davon 100.000 Paketshops und 40.000 Paketstationen (Quelle). Das geplante Wachstum entspricht einem Plus von rund 36 Prozent.

Nummer 1 im europäischen Out-of-Home-Markt ist zurzeit DHL mit 165.000 Shops und Automaten (Quelle). GLS verfügt über 130.000 OOH-Standorte (Quelle).

Als weiteres Wachstumsfeld nennt La Poste Same-Day-Delivery, also die Zustellung am selben Tag. Vor etwa 10 bis 15 Jahren hatten sich auch DHL, Hermes und DPD in Deutschland an solchen Angeboten versucht, die Services jedoch nach einigen Jahren wieder eingestellt.

Ob La Poste bzw. DPD mit einem neuen Anlauf erfolgreich sein werden, bleibt abzuwarten. Paketdienste können den Erfolg solcher Angebote nur begrenzt selbst steuern. Entscheidend ist auch, ob genügend Versender mitmachen und ihre Waren so nah an Ballungsräumen lagern, dass eine taggleiche Zustellung überhaupt möglich ist.

Während das Paketgeschäft wächst, schrumpft das klassische Briefgeschäft. Im Jahr 2025 stellte La Poste in Frankreich 5,16 Milliarden Briefsendungen zu. Das waren 8,1 Prozent weniger als 2024. Im Strategieplan bis 2031 ist nur noch von 3 Milliarden Briefen die Rede. Verglichen mit 2025 entspricht das einem Rückgang um rund 42 Prozent (jährliche Sinkrate von ca. 8,6 Prozent).

Quelle: lapostegroupe.com


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