Royal Mail testet elektrisches Frachtflugzeug für Postflüge
Die britische Post Royal Mail hat erstmals ein Elektroflugzeug auf echten Postrouten getestet. Gemeinsam mit der Regionalfluggesellschaft Loganair und dem US-Hersteller BETA Technologies startete am 20. März eine Reihe von Testflügen mit dem Elektroflugzeug ALIA CTOL. Der erste Testflug führte von Glasgow nach Dundee. Weitere Flüge sind zwischen Inverness, Wick und den Orkney-Inseln geplant.
Auf den insgesamt 23 Flügen werden Dummy-Sendungen transportiert, die typische Brief- und Paketmengen simulieren sollen. Damit soll geprüft werden, ob elektrische Flugzeuge künftig auf den bestehenden Luftpoststrecken zu abgelegenen Regionen der schottischen Highlands und Inseln eingesetzt werden können. Die Maschinen starten und landen auf gewöhnlichen Startbahnen und lassen sich laut Hersteller innerhalb von 20 bis 40 Minuten wieder aufladen.
Das Flugzeug hat eine Reichweite von rund 336 nautischen Meilen (etwa 620 km) und kann bis zu 560 Kilogramm Fracht transportieren. Damit eignet es sich laut den beteiligten Unternehmen besonders für kurze Regionalstrecken.
Royal Mail hatte bereits 2024 angekündigt, die Zahl der Inlandsflüge bis 2040 zu halbieren und nur noch unverzichtbare Luftpostverbindungen beizubehalten. Elektrische Flugzeuge könnten künftig einen Teil dieser verbleibenden Flüge emissionsärmer übernehmen.
Quelle: IDS
Quelle: internationaldistributionservices.com
DPD-Chef hält Fusionen im Paketmarkt für nicht nötig
Der deutsche Paketmarkt muss laut DPD Deutschland-Chef Karsten Schwarz zwar flexibel auf "Wellen von Veränderungen" reagieren, zum Beispiel durch neue Wettbewerber, Regulierung oder technologische Umbrüche. Eine Fusion von Paketdiensten hält er derzeit jedoch für unwahrscheinlich. "Der dringende Bedarf für eine Konsolidierung ist meiner Ansicht nach nicht mehr gegeben", sagte Schwarz auf dem Leaders in Logistics Summit in Brüssel.
Nach der Corona-Pandemie habe es noch deutliche Überkapazitäten von rund 400 Millionen Paketen im Markt gegeben. Inzwischen habe sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder besser eingependelt.
DPD und Hermes reagierten u.a. mit Stellenabbau auf die schwächere Marktentwicklung. DPD baute rund 1.400 Stellen an, während Hermes etwa 700 Jobs strich. Schwarz sieht zugleich steigende regulatorische Anforderungen auf die Branche zukommen, etwa bei Arbeitsbedingungen, Subunternehmern und dem Handling schwerer Pakete.
Quelle: cep-research.com
Litauen: Paketstationen dominieren die Zustellung
In Litauen werden Pakete inzwischen überwiegend über Automaten zugestellt. Laut der Regulierungsbehörde RRT wurden im zweiten Quartal 2025 63,7% aller Pakete über Paketautomaten ausgeliefert. Damit sind sie der wichtigste Zustellkanal des Landes.
Wie stark Paketautomaten genutzt werden, zeigt ein Beispiel aus der Stadt Panevezys: Dort holten Kunden an einzelnen Automaten an einem Tag fast dreimal so viele Pakete ab, wie der Automat Fächer besitzt. Möglich wurde das durch mehrfach tägliche Befüllungen und sehr schnelle Abholungen.
Quellen: lietuvospastas.lt | rrt.lt