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Omniva-Paketboxen / DHL-Express-Ärger / DHL Rheinberg / Geopost-Geschäftszahlen

© Foto: Omniva / Picapac
Der Paketkasten von Picapac hat drei separate Fächer

Omniva testet private Paketboxen für Kunden auf dem Land

Die estnische Post Omniva startet einen Pilotversuch und will private Wohnhäuser mit Paketboxen ausstatten. In der Gemeinde Rae bei Tallinn sollen sogenannte Picapac-Boxen bei ausgewählten Kunden installiert werden. Mit dem Projekt will Omniva prüfen, ob private Paketboxen künftig Teil der Last-Mile-Infrastruktur in Wohngebieten werden können.

Die relativ großen Kisten ermöglichen es, Pakete zu empfangen und zu versenden. Eine Picapac-Box besteht aus drei unterschiedlich großen Fächern und kann auch von anderen Paketdiensten genutzt werden.

In Estland sind klassische Paketstationen schon sehr beliebt, für die Bevölkerung auf dem Land aber schwer erreichbar. Paketboxen direkt vor dem eigenen Haus könnten die Zustellung effizienter machen. Ob es auch wirtschaftlich tragfähig ist, will Omniva mit dem Pilotversuch herausfinden.

Die Picapac-Technologie stammt ursprünglich vom estnischen Unternehmen Parcelsea. Omniva übernahm das Projekt 2023 und führt es seitdem unter der neuen Marke Picapac weiter. Sollte der Test erfolgreich sein, plant Omniva eine Ausweitung auf weitere Wohngebiete.

Quelle: omniva.ee



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DHL Express: 103-Euro-Brief scheitert an fehlendem Vornamen

Eine Münchnerin zahlte 103,10 Euro für einen DHL-Expressbrief nach Marokko, doch die Sendung kam dort nie an. Statt der versprochenen schnellen Zustellung hing der Brief zehn Tage lang am Flughafen München fest und wurde anschließend an die Absenderin zurückgeschickt.

Der bemerkenswerte Grund: Der Filialmitarbeiter hatte beim Abtippen des handschriftlich ausgefüllten Paketaufklebers den Vornamen des Empfängers nicht in die digitalen Sendungsdaten übertragen. Auf dem Umschlag selbst stand der Vorname allerdings korrekt. Laut DHL zählt jedoch ausschließlich der elektronische Datensatz.

Besonders fragwürdig: Trotz mehrerer Anrufe der Absenderin wurde der Fehler nicht korrigiert. DHL räumt gegenüber tz.de inzwischen ein, dass der Versand problemlos hätte fortgesetzt werden können, wenn man die Kundin erreicht hätte. Doch DHL hielt die Empfänger-Telefonnummer für die Absender-Telefonnummer und verwählte sich entsprechend.

Noch erstaunlicher: Eine Erstattung des Portos sieht DHL laut eigenen AGB eigentlich nicht vor, obwohl der Fehler in der Filiale entstand. Erst nach Medienanfrage zahlte der Konzern das Porto aus Kulanz zurück und überwies zusätzlich 100 Euro Entschädigung.

Quelle: www.tz.de



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DHL erweitert Paketzentrum Rheinberg

DHL hat die Kapazität des Paketzentrums Rheinberg (NRW) nach rund zwei Jahren Bauzeit deutlich erweitert. Neue Sortier- und Transportanlagen sowie zusätzliche Lkw-Tore ermöglichen nun eine Verarbeitung von bis zu 15.000 Paketen pro Stunde.

Mit dem Ausbau stieg auch die Zahl der Beschäftigten auf 230 Mitarbeiter, etwa 80 mehr als zuvor. Außerdem wurde der Betrieb von zwei auf drei Schichten umgestellt. Der Ausbau soll benachbarte Paketzentren in Dorsten, Krefeld und Köln entlasten.

Trotz der Erweiterung bleibt Rheinberg im Vergleich zu anderen DHL-Paketzentren ein relativ kleiner Standort. Normale Sortierzentren bearbeiten üblicherweise rund 30.000 Pakete pro Stunde, moderne Standorte sogar bis zu 50.000 Pakete pro Stunde.

Quelle: radiokw.de



DPD-Mutter Geopost wächst in Deutschland

Der Geopost-Konzern (DPD) hat 2025 weltweit rund 2,24 Milliarden Pakete transportiert, das ist ein Plus von 5% gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz wuchs nicht in gleichem Maße, sondern blieb mit 15,8 Milliarden Euro nahezu unverändert (+0,3%). Der operative Gewinn sank 2025 auf 466 Mio. Euro nach 614 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Der Vorjahresvergleich ist jedoch nur eingeschränkt aussagekräftig, denn das EBIT 2024 war laut Geopost durch Sondereffekte um +65 Mio. Euro nach oben verzerrt. Um diesen Effekt bereinigt beträgt der EBIT-Rückgang von 2024 auf 2025 rund 15 Prozent.

Deutschland entwickelte sich für DPD 2025 positiv: Während das Geschäft im Vereinigten Königreich leicht zurückging und in Italien stagnierte, verzeichneten Deutschland und Frankreich ein Umsatzwachstum. Genauere Zahlen für einzelne Länder veröffentlicht Geopost nicht. Zusammen stehen die fünf größten Märkte Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen und Italien für 63% des Geopost-Umsatzes.

Als wichtiger Wachstumstreiber gilt weiterhin die Zustellung an Paketshops und Automaten: Die entsprechenden Sendungsmengen stiegen europaweit um 31%.

Quelle: geopost.com


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