Sendungsverfolgung Menü

Reh-Kadaver im Paket / DVPT ermahnt die Post / Postreform in Italien


Estnische Post findet Kuriositäten in Weihnachtspaketen

Beim estnischen Paketdienst Omniva sind rund um Weihnachten allerhand kuriose Sendungen aufgetaucht. In den Sortierzentren spielten plötzlich Radios, Puppen fingen an zu weinen und Rauchmelder piepsten, weil batteriebetriebene Geräte sich während des Transports selbst einschalteten. Besonders auffällig war ein riesiges Stofftier ohne Umverpackung. Ein anderer Kunde verschickte sogar einen kompletten Reh-Kadaver, dessen Kopf aus dem Paket ragte.

Nach Angaben von Omniva häufen sich solche Fälle vor den Feiertagen. Neben ungewöhnlichen Inhalten sorgen auch schlecht verpackte Geschenktüten mit Henkeln, starke Magnete oder auslaufende Lebensmittel regelmäßig für Probleme auf den Förderbändern. In der Vorweihnachtszeit verrät der Geruch im Sortierzentrum laut Omniva oft schon den Inhalt: von Lebkuchen bis Räucherwurst.

Der Paketdienst erinnert deshalb daran, dass unter anderem lebende oder tote Tiere, leicht verderbliche Lebensmittel, Flüssigkeiten ohne sichere Verpackung sowie magnetisierte Gegenstände nicht oder nur stark eingeschränkt per Paket verschickt werden dürfen. Unsachgemäß verpackte Sendungen können nicht nur beschädigt werden, sondern im schlimmsten Fall ganze Sortierlinien lahmlegen.

Quelle: omniva.ee



Anzeige


Verband kritisiert sinkende Zustellqualität

Der Postkundenverband DVPT warnt vor einer weiter sinkenden Briefqualität in Deutschland. Beim Postmarktforum der Bundesnetzagentur im November 2025 seien erneut steigende Beschwerdezahlen und Probleme mit der Zuverlässigkeit sichtbar geworden; sogar bei Einschreiben.

Verbandsvorsitzender Klaus Gettwart: "Unternehmen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass Sendungen zeitgerecht und zuverlässig zugestellt werden. Wir erwarten, dass die Deutsche Post und alle Marktteilnehmer ihrer Verantwortung gerecht werden und die Qualität nachhaltig verbessern."

Außerdem berichtet der DVPT von Problemen bei der Einführung des neuen Anbieterverzeichnisses bei der Bundesnetzagentur. Viele der rund 6.000 Registrierungsanträge seien unvollständig oder fehlerhaft, insbesondere wegen fehlender oder schwer beschaffbarer Unterlagen wie ausländischer Führungszeugnisse. Auch im Bereich der Marktaufsicht hält der Verband die Bundesnetzagentur für "personell nicht ausreichend ausgestattet".

Quelle: dvpt.de



Anzeige


Italien: Priobriefe und schwere Pakete bald nicht mehr reguliert

Weil der Universaldienstauftrag von Poste Italiane am 30. April 2026 ausläuft, hat die Regulierungsbehörde AGCOM eine Untersuchung zur Zukunft des Brief- und Paketmarktes durchgeführt. Kernpunkte:

  • Prio-Briefe sollen aus dem Universaldienst herausfallen. Sie unterliegen damit dem freien Markt und keiner Preisregulierung mehr.
  • Auch Pakete über 10kg sollen vom Universaldienst ausgenommen werden, weil es im Paketmarkt starken Wettbewerb gibt.
  • Der bereits erlaubte Zustellrhythmus an alternierenden Tagen (A/B-Zustellung) könnte auf mehr Regionen ausgeweitet werden (bisher max. 25% der Bevölkerung).
  • Abholstationen und Paketshops sollen Teil des Universaldienstes werden können. Hauptsächlich in ländlichen Gebieten und nur ergänzend zu Postfilialen, nicht als Ersatz.

Quelle: agcom.it


  Zuletzt aktualisiert am   |   Autor:
Anzeige

Paketda folgen bei: