Großbritannien prüft rabattierte Briefmarken
Ein aktuelles Gutachten des WIK-Instituts für die britische Regulierungsbehörde Ofcom untersucht, wie das Briefporto für einkommensschwache Haushalte gezielt vergünstigt werden könnte. Diskutiert werden u. a. rabattierte Briefmarken, prozentuale Preisnachlässe oder kostenlose Briefmarken-Kontingente pro Monat.
Ein Knackpunkt könnte die Missbrauchsgefahr sein. Werden kostenlose oder reduzierte Briefmarken ausgegeben, könnten sie weiterverkauft werden. Australien nutzt deshalb besonders gestaltete "Sozial-Briefmarken", was jedoch mit entsprechender Stigmatisierung der Absender verbunden sein kann.
Hintergrund: In Großbritannien sinkt das Briefvolumen, die Betriebskosten steigen und somit auch das Porto. Deshalb stellt sich die Frage, ob der Staat bestimmte Nutzergruppen beim Porto entlasten soll.
Quelle: www.wik.org
MediaMarkt-Paketshops teilweise überlastet
In Jena nimmt MediaMarkt vorerst keine Pakete mehr für DPD und GLS an. Laut des Filialleiters in der Goethe-Galerie waren schon im Sommer rund 200 Pakete pro Tag zu bewältigen. Für das Herbst und Weihnachtsgeschäft werden weitaus höhere Mengen erwartet - das sei zu viel.
Bundesweit haben vereinzelt weitere MediaMarkt-Filialen den Paketshop-Betrieb während der Hochsaison eingestellt. Ein DPD-Sprecher bedauert das, jedoch bestehe die Kooperation zwischen MediaMarktSaturn und DPD/GLS grundsätzlich weiter. Kunden sollten vorab prüfen, ob der Paketshop ihres Marktes aktuell geöffnet ist.
Quelle: www.otz.de | Paketshop-Suche
Nachtexpress unter Druck
Die Anbieter Night Star Express und Nox geraten laut dvz.de zunehmend unter Margendruck, weil die Automobilbranche schwächelt. Bei Night Star Express sollen rund 75 Prozent des Umsatzes aus dem Autosektor stammen. Auch Nox ist laut DVZ-Bericht stark vom Automotive-Geschäft abhängig.
Beide Anbieter wollen ihre Kundschaft künftig breiter aufstellen. Potenzielle Wachstumsfelder seien Werkstattlogistik, Elektrofahrräder, Agrar- und Baumaschinen sowie Pharma. Doch der Wettbewerb in der Nachtexpresslogistik nimmt zu. Angeblich drängen auch klassische Paketdienste und Stückgutspediteure in das Nachtexpress-Segment. Nox-Chef Alexander Kohnen hält eine Marktkonsolidierung (Zusammenschlüsse) für möglich.