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Post AT erfreut, Post CH nicht/ Straßennamen-Probleme / Eigenlob für GLS


Österreichische Post freut sich, Schweizerische nicht so

Allerorten sprechen Paketdienste von sinkenden Mengen und schwieriger Wirtschaftslage. Nicht so bei der Österreichischen Post: Im Gesamtjahr 2023 beförderte das Unternehmen 200 Mio. Pakete, das sind 10 % mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekordwert.

Laut Österreichischer Post gebe es eine "wachsende Konsumlust aufgrund der rückläufigen Teuerung". Österreicher würden vermehrt in Asien bestellen, wodurch die Post zusätzliche Sendungsmengen erhält. Auch konzernwert, also inklusive ausländischer Tochtergesellschaften, erzielte die Österreichische Post ein Mengenplus von fast 10 % (Quelle).

Die Schweizerische Post hat unterdessen Einsparungen in Höhe von 42 Millionen Franken (ca. gleich viel in Euro) bis 2025 angekündigt. Aufgrund eines "anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfelds" sollen 10% der Sach- und Personalkosten eingespart werden. 110 Vollzeitstellen fallen weg (Quelle).

Nachtrag vom 14.01.2024: Eine österreichische Paketda-Leserin beurteilt den Paketrekord der Österreichischen Post als "Fake", weil ihrer Ansicht nach Chinabestellungen vom Brief- ins Paketnetz verschoben wurden. Ihren Informationen zufolge tragen kleinformatige Sendungen aus Asien (z.B. von Yun Express) seit einiger Zeit ein Paketlabel und kein Brieflabel mehr. Der Paketrekord sei mit einem starken Rückgang im Briefgeschäft erkauft worden. Genaueres dazu wird sich zeigen, wenn die Österreichische Post den Geschäftsbericht 2023 veröffentlicht.





DHL deutet unbekannten Straßennamen um

In Recklinghausen wurde am 12. Dezember 2023 die Karl-Wagenfeld-Straße in Agnes-Neuhaus-Straße umbenannt. In der offiziellen PLZ-Datenbank (postdirekt.de) ist die Änderung noch nicht verzeichnet, so dass es Zustellprobleme bei Paketdiensten gibt.

Ein DHL-Kunde erzählte der Recklinghäuser Zeitung, dass er neulich ein Paket unter Angabe des neuen Straßennamens bestellt hat. DHL habe es jedoch nicht in der Agnes-Neuhaus-Straße zugestellt, sondern eigenmächtig in der Agnesstraße (unter der gleichen Hausnummer). Der falsche Empfänger hat das Paket offenbar an DHL zurückgegeben, denn laut Originalempfänger ist es jetzt wieder unterwegs.

Die Stadt Recklinghausen trifft möglicherweise eine Mitschuld an dem Durcheinander. Die Umbenennung wurde nämlich schon Ende September beschlossen, eine Info an "Träger öffentlicher Belange" erging jedoch erst am 12. Dezember. Zudem ist unklar, ob Post- und Paketdienste überhaupt informiert wurden.



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GLS freut sich über Geschäfte mit sich selbst

GLS macht wieder per überzogener Pressemitteilung von sich reden: "Deutsches Start-up Bettermile digitalisiert die Paketzustellung in Nordamerika" heißt es auf postbranche.de. Hintergrund ist der Einsatz von Bettermile-Software bei GLS Canada und bei GLS US.

In der Pressemeldung fehlt die Info, dass Bettermile ebenfalls zu GLS gehört. Es ist nichts Besonderes, wenn GLS-Tochterunternehmen eine von GLS entwickelte Software verwenden. Eine Neuigkeit wäre es, wenn mal ein Paketdienst außerhalb der GLS-Gruppe Bettermile verwenden würde.


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