Die Deutsche Post streicht eine weitere Versandart aus ihrem Angebot: Nachnahme für innerdeutsche Briefe wird ab 1.1.2025 nicht mehr angeboten. Bei Auslandsbriefen wurde der Service bereits 2023 eingestellt.
Aus Verbrauchersicht ist der Wegfall verschmerzbar, weil Nachnahme im Briefbereich kaum verwendet wird. Früher wurden auf diese Weise z.B. Konzertkarten verschickt, und einige Verlage nutzten Nachnahmebriefe (oder -postkarten), um von ihren Lesern Abogebühren zu kassieren.
Hinweis: Wer Nachnahme-Label für Briefe auf Vorrat hat, sollte sie ab 2025 nicht mehr verwenden. Die Deutsche Post informiert auf ihrer Website, dass solche Sendungen an den Absender zurückgeschickt werden.
Bei DHL-Paketen wird der Nachnahmeservice für einen Aufpreis von 8,99 Euro weiterhin angeboten. Nachnahme bedeutet, dass der Zusteller das Paket erst aushändigt, nachdem der Empfänger den geforderten Nachnahmebetrag gezahlt hat. Den Service nutzen beispielsweise Menschen, die telefonisch beim Homeshopping-Sender HSE bestellen.
Allerdings ist Vorsicht geboten, denn auch Betrüger nutzen gern Nachnahme, um bei Kleinanzeigen gutgläubige Menschen abzuzocken. Anstatt einer Spielkonsole, eines Handys oder Schmuckstücks liegt im Paket womöglich nur ein Kilo Kartoffeln. Der Empfänger kann den Betrug im Vorfeld nicht bemerken, weil er den Karton erst nach Zahlung des Nachnahmebetrags öffnen darf. Im Nachhinein ist es nicht möglich, das Paket an DHL zurückzugeben, um das Geld erstattet zu bekommen.
Lassen Sie sich bei unbekannten Absendern deshalb nicht auf Nachnahme ein. Auch dann nicht, wenn der Kleinanzeigen-Verkäufer Ausweispapiere präsentiert; sie sind i.d.R. gefälscht oder gestohlen.
Vielen Dank an Paketda-Leser "ON-Versand" für den Hinweis.
Nachnahme-Briefe ins Ausland seit 2023 nicht mehr möglich
Am 1.4.2023 hat die Deutsche Post die Versandart Nachnahme International bei Auslandsbriefen eingestellt. Die Kundennachfrage dürfte gering gewesen sein, weil seit 2019 der Warenversand in Auslandsbriefen verboten ist. Seitdem dürfen nur noch Dokumente ohne Handelswert in Auslandsbriefen verschickt werden. Und dafür wird Nachnahme nicht benötigt.
Außerdem war die Versandart nur möglich nach Lettland, San Marino, Spanien und Vatikanstadt. Nachnahme International kostete 8,33 Euro plus 3,50 Euro für Einschreiben plus das normale Briefporto in Höhe von z.B. 1,10 Euro für einen Standardbrief.
Alte Website: www.deutschepost.de
