DPD Belgien baut exotisch / Hessen will Packstationen überwachen / Postkunden sind zufrieden


Neues Doppelstock-Paketzentrum bei DPD in Belgien

In der belgischen Stadt Vilvoorde nordöstlich von Brüssel hat DPD sein allererstes Paketzentrum mit mehreren Stockwerken in Betrieb genommen. Im Erdgeschoss befindet sich auf 10.000 qm Fläche ein HUB (überregionales Umschlagzentrum). Dort können pro Stunde bis zu 20.000 Pakete sortiert werden.

In der ersten Etage, also über dem HUB, befindet sich ein klassisches Depot für die Belieferung der Region um Vilvoorde. Das Depot ist 4500 qm groß und hat eine Leistung von bis zu 6.000 Paketen pro Stunde. Es gibt spezielle Kühl- und Gefrierräume für DPD fresh (Lebensmittel-Lieferungen).

DPD investierte in Vilvoorde 52 Millionen Euro. In einem Video auf www.dpd.com ist zu sehen, dass die Sortieranlagen vom deutschen Hersteller Budde Fördertechnik stammen.

DHL plante in Aschheim 2019 auch mal einen doppelstöckigen Neubau; siehe Entwurf bei merkur.de. Dieses Gedankenspiel wurde aber nicht verwirklicht. Stattdessen baut DHL in Aschheim ein neues Gebäude, das über einen LKW-Tunnel mit dem alten Paketzentrum verbunden wird.

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Hessen möchte alle Packstationen videoüberwachen

FNP.de berichtet über eine geplante Änderung des "Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung".

Die Landesregierung (Koalition von CDU und Bündnis 90/Die Grünen) legte schon im März 2022 einen entsprechenden Gesetzentwurf vor (hier als PDF). Demnach würden die "öffentlich zugänglichen Bereiche von Flughäfen, Personenbahnhöfen, Sportstätten, Einkaufszentren und Packstationen" automatisch als relevant für die Videoüberwachung gelten.

Bislang ist die behördliche Videoüberwachung nur erlaubt, wenn es die Gefahrenabwehr erfordert oder es Anhaltspunkte für bevorstehende Straftaten gibt. Ob das Gesetz in Hessen wirklich geändert wird, ist noch unklar. Oppositionsparteien sind dagegen.

Unabhängig davon werden heutzutage schon viele Packstationen videoüberwacht. Allerdings nicht direkt von der Polizei, sondern z.B. von den Grundstücksinhabern, die Packstationen aufstellen lassen (Supermärkte, Tankstellen, etc.).



Kunden sind mit Deutscher Post zufrieden

Das Marktforschungsinstitut Spectos hat 1.726 Personen befragt, wie sie die Zustellqualität der Deutschen Post und privater Briefdienste bewerten (Abbildung unten). Die Deutsche Post erhält eine Durchschnittsnote von 1,8, die dem Niveau des Vorjahres entspricht. 84% der Befragten vergeben die Note 1 oder 2.

Private Briefdienste werden mit 2,4 bewertet; das ist 0,1 schlechter als im Vorjahr. Allerdings gaben 25% der Befragten an, die Qualität privater Briefdienstleister nicht bewerten zu können. Vermutlich, weil ihnen damit Erfahrungswerte fehlen.

Weitere Infos: postbranche.de


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