Logistik per Boot in Frankfurt am Main / Vergütung für Retouren ins Ausland / Achim Dünnwald


Ideen: Logistikboot und -seilbahn für Frankfurt am Main

Transporte auf Wasserwegen kommen offenbar in Mode. Nach Berlin und Hamburg (Paketda berichtete) gibt es jetzt entsprechende Gedankenspiele für die Citylogistik in Frankfurt am Main.

FNP.de sprach mit Logistikprofessor Kai-Oliver Schocke, der schon die Paketbeförderung per Logistiktram in Frankfurt erprobt hat.

Im Zeitungsinterview sagt Schocke nun, dass Waren für Geschäfte in Frankfurts Innenstadt zunächst im Logistikzentrum eines neutralen Dienstleisters angeliefert werden könnten, beispielsweise am Osthafen. "Dort sind schon die Paketdienstleister, dort ist auch die Straßenbahn und von dort könnte ein Paketboot an den Mainkai fahren. Und die Auslieferung erfolgt dann per Lastenrad."

Schocke sagte, dass durch den Wechsel des Mobilitätsdezernenten bei der Stadt Frankfurt neuer Schwung in die Citylogistik komme. Als "experimentelle Idee" nennt der Experte auch eine Logistikseilbahn zum Flughafen. Bevor solche Zukunftsvisionen verwirklicht werden, müssen jedoch alltägliche Probleme gelöst werden. Das UPS-Mikrodepot in Frankfurt ist beispielsweise seit 2017 nicht über den Status eine Pilotprojekts hinausgekommen, weil zehn Ämter bei der Genehmigung mitreden.



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Postgesellschaften werden für internationale Retouren vergütet

Der Weltpostverein hat mitgeteilt, dass erfolgreich ein neues System eingeführt wurde, um Postgesellschaften für die Abwicklung internationaler Rücksendungen zu bezahlen.

Es geht nicht um Pakete, sondern um unzustellbare Briefe und kleine Warensendungen bis 2kg. Früher wurden Postgesellschaften des Ziellandes nicht vergütet, wenn sie erfolglose Zustellversuche unternahmen und anschließend eine Rücksendung veranlassten.

Die neue Vergütung wird auch gezahlt, wenn eine Sendung zollbedingt nicht importiert und zurückgeschickt wird.



Ex-DHL-Chef Achim Dünnwald jetzt bei GLS

In einer Pressemitteilung über den Neubau eines GLS-Paketzentrums in Passau wird beiläufig erwähnt, dass Achim Dünnwald ab sofort Chief Operating Officer bei GLS Germany ist. Bis Ende 2018 war er CEO von DHL Parcel, anschließend arbeitete Dünnwald von 2019 bis 2022 für Royal Mail.


Rückblick: So berichtete Paketda 2018 und 2019

Am 26. Oktober 2018 veröffentlichte das Manager Magazin die Schlagzeile Post feuert Paket-Chef. Ohne Angaben von Quellen schrieb Redakteur Michael Machatschke, dass Achim Dünnwald seinen Posten verliert. Dünnwald war bis dato CEO von DHL Parcel und trug die Gesamtverantwortung für das deutsche und europäische Paketgeschäft.

Laut Manager Magazin sei die Entlassung Dünnwalds eine Folge der "Misere" im DHL-Paketgeschäft. Die Gewinne sinken aufgrund steigender Kosten, deshalb musste bereits Jürgen Gerdes den Konzern verlassen (Paketda berichtete). Konzernchef Frank Appel hat den Bereich "Post & Paket Deutschland" übergangsweise selbst geführt.

Im März 2019 trat Achim Dünnwald einen neuen Job bei der britischen Royal Mail an. Er hatte dort anfangs folgende Position inne: "Chief Strategy & Transformation Officer". Quelle: www.wmxeurope.com.


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