Kunde klagt gegen Post / Schweizerische Post schaltet Leuchtlogos ab / DHL-Sperrgut angeblich schnell


Bizarrer Gerichtsstreit um Postsperre

Vor dem Landgericht Osnabrück klagte ein Kunde auf die Belieferung mit Post. Die Deutsche Post hatte gegen ihn nämlich eine Zustellungssperre verhängt, weil sich der Mann aus Bad Essen "äußerst aggressiv" gegenüber Zustellern verhalten habe und sie angeblich grundlos bedrohte. Deshalb wurde die Post in einer Filiale zur Abholung hinterlegt.

Die Anwälte der Post erklärten, dass die Zusteller derart eingeschüchtert seien, dass sie vor Gericht nicht aussagen möchten. Anlass der Streitigkeiten sei wohl oft gewesen, dass sich der Empfänger nicht ausweisen wollte. Das war aufgrund nicht eindeutig adressierter Sendungen oder eines womöglich nicht eindeutig beschrifteten Briefkastens erforderlich gewesen.

Das turbulente Gerichtsverfahren ist bei www.noz.de nachlesbar (Bezahlartikel). Das Landgericht verurteilte die Post schließlich, die Zustellsperre aufzuheben, dem Kläger Schadenersatz zu zahlen und den Namen des Sachbearbeiters zu nennen, der das Sperrschreiben ausgestellt hat. Weil die Post dagegen Berufung eingelegt hat, gibt es eine Fortsetzung vor dem Oberlandesgericht Oldenburg.



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Schweizerische Post schaltet Beleuchtung ab

Anlass der Lichtabschaltung sind keine Stromsparmaßnahmen, sondern die Vermeidung sogenannter Lichtverschmutzung. Indem die Post die Beleuchtung ihrer Gebäude reduziert, sollen nachts keine Insekten von den hell strahlenden Logos angezogen werden. Die können dadurch die Orientierung verlieren oder an Erschöpfung sterben, heißt es unter post-medien.ch.

Die ungefähr 60 Leuchtschriften an knapp 25 Gebäuden werden ab 1. September 2022 um 20 Uhr abgeschaltet (früher 22 Uhr). In den Morgenstunden schaltet die Schweizerische Post die Leuchtschriften gänzlich aus.



Post-Pressesprecher: Koffer als Sperrgut sind schnell

Eine fragwürdige Aussage eines Pressesprechers von Deutsche Post DHL erhielt die Gießener Allgemeine. Demnach werde Sperrgut "aus Lagerplatzgründen" schneller transportiert als gewöhnliche Pakete.

Auslöser des Zeitungsberichts war ein verspäteter Koffer, den sich ein Postkunde an den Urlaubsort schickte. Versanddatum war ein Dienstag, und am Samstag begann der Urlaub des Kunden auf der Nordseeinsel Borkum. Dass diese Vorlaufzeit zu knapp bemessen war, dürfte eigentlich klar sein. Stattdessen stellt sich die Pressestelle der Post gegenüber der Gießener Allgemeinen dumm und behauptet, die Verzögerung sei unerklärlich.

Letztendlich kam der Koffer am Samstag der Folgewoche auf Borkum an.


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