Zusteller gesucht / Ungewöhnlicher UPS-Pilotversuch / Mail Alliance im UPU


Personalsuche per Handzettel

In mehreren Regionen Deutschlands tauchen zurzeit Flyer auf, mit denen Deutsche Post DHL neue Mitarbeiter/innen sucht. Die A5-Zettel werden in Briefkästen eingeworfen und zusammen mit Paketen in Packstationen eingelegt.

Interessant ist, dass man die Rückseite ausfüllen kann und den Zettel einfach in einen Briefkasten der Deutschen Post einwerfen darf, um sich zu bewerben. Pflichtangaben sind nur Name, Adresse und Kontaktdaten des Bewerbers.

Die Stundenlöhne auf den Handzetteln sind regional unterschiedlich. Außerdem wird mit einer unbefristeten Stelle geworben. Das dürfte die Gewerkschaft Verdi freuen, die sich seit Jahren gegen (Ketten-) Befristungen bei der Deutschen Post einsetzt (Quelle). Laut Verdi soll die Befristungsquote bei der Deutschen Post per Stand April 2022 17% betragen.



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UPS will Sendungen puffern, um sie stärker zu bündeln

In den USA startet UPS einen Pilotversuch zur Kostensenkung. Zusteller sollen pro Stopp möglichst viele Pakete ausliefern. Die Anzahl der Kunden, die lediglich ein einzelnes Paket zugestellt bekommen, soll reduziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat UPS mit einigen Großkunden vereinbart, dass deren Pakete absichtlich verzögert werden dürfen ("Virtual Hold"). UPS könnte dadurch z.B. erreichen, dass ein Kunde nicht am Montag und Dienstag jeweils 1 Paket zugestellt bekommt, sondern am Dienstag 2 Pakete.

UPS-Chefin Carol B. Tomé beziffert die Kosten pro Zustellstopp auf 5,50 Dollar und 60 Cent für jedes weitere Paket. Verläuft der Pilotversuch erfolgreich, könnten also enorme Kosten eingespart werden, die UPS als Anreiz teilweise an die Versender weitergibt. Jeder Versender kann individuell entscheiden, wie lang die Pakete maximal verzögert werden dürfen.

Quelle: www.supplychaindive.com



Mail Alliance im Weltpostverein

Mail Alliance, ein Verbund privater Briefdienste, ist seit einigen Wochen Mitglied des Consultative Committee (CC) des Weltpostvereins. In der zugehörigen Pressemitteilung (PDF) heißt es, Mail Alliance spiele "nun in der Weltliga". Ist das nicht etwas zu hoch gegriffen? Denn Mitglieder des CC haben eigentlich nur eine beratende Funktion (Paketda berichtete).

Die Mail Alliance hat als Gold Member tatsächlich eine sehr weitreichende Kooperation mit dem Weltpostverein. In Kürze können "alle ausländischen Postgesellschaften einen direkten Datenaustausch" mit der Mail Alliance durchführen "und damit am weltweiten Postaustausch nach Deutschland teilnehmen, und das zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen", teilte Mail Alliance auf Paketda-Anfrage mit.

Angesichts steigender Kosten im Weltpostnetz und damit sinkender Wettbewerbsfähigkeit ausländischer Postgesellschaften seien Versender immer öfter bereit, alternative Postanbieter zu nutzen. Vorausgesetzt, der Wechsel ist ohne große IT-Umstellungen möglich. Michael Kunter, Sprecher der Geschäftsführung: "Wir als mail alliance haben die Grundlagen dafür geschaffen und freuen uns sehr, dass unser Antrag auf Mitgliedschaft im Consultative Committee des Weltpostvereins angenommen wurde!"

Weitere Infos: www.upu.int




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