GLS kooperiert mit what3words / Russland und Belarus von PostEurop suspendiert

GLS-Kunden können Ablageorte und Eingänge metergenau bestimmen

Abstellorte wie "Dritte Parzelle, erster Schuppen links" kann für Zusteller langes Suchen bedeuten. Mit GLS lässt sich das jetzt abkürzen, indem Paketempfänger den Abstellort zunächst unter what3words.com auf einer Karte lokalisieren.

Anstatt Koordinaten gibt es eine Drei-Wort-Adresse wie z.B. "gelbes.beinen.freudige". Die wird in der Adresszusatzzeile eingetragen, also zwischen Empfängername und Straße.

Die von GLS verwendete Routenplanungssoftware erkennt die Drei-Wort-Adresse und soll den Zusteller metergenau zum Ziel führen. Das verbessert auch die Orientierung auf weitläufigen Firmengeländen mit mehreren Gebäuden und Eingängen. Quelle: www.gls-newsroom.de

DPD hatte 2020 auch schon mit what3words experimentiert und dabei Zeitvorteile bei der Zustellung festgestellt (Paketda berichtete). Die Lösung von GLS ist aber praxistauglicher, weil die Empfänger ihre Zustellorte selbst festlegen. Bei DPD musste eine bestehende Ausliefertour manuell von DPD-Mitarbeitern ins what3words-System umgewandelt werden. Viel zu aufwändig.



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PostEurop schließt Russland und Belarus aus

Die Postgesellschaften von Russland und Belarus sind offenbar nicht mehr im Branchenverband PostEurop vertreten. Auf der Website posteurop.org werden die Logos der beiden Unternehmen blass dargestellt und sind nicht mehr anklickbar.

Die Russische Post hatte zuvor bei Telegram selbst auf eine "Suspendierung" hingewiesen und dies mit "Keine Panik" kommentiert. Auf den Postverkehr hat die Suspendierung nämlich keinen Einfluss, weil PostEurop eher ein Lobbyverband ist und nicht operativ den Postaustausch organisiert.

In der Praxis werden den Ausschluss Russlands und Belarus' allenfalls Briefmarkensammler bemerken. Die beiden Länder werden höchstwahrscheinlich keine Briefmarken mit EUROPA-Logo mehr herausgeben dürfen. In 2023 erscheinen die Marken unter dem Thema "PEACE - the highest vale of humanity" (Quelle).

Nachtrag vom 14.07.2022: PostEurop hat die Suspendierung in einer Pressemitteilung bestätigt.

EUROPA-Briefmarken


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